KOHI-KULTURRAUM | AUSGEWÄHLTE VERANSTALTUNGSTIPPS, 21.10.2018

Ausgewählte Veranstaltungen…

 


… am Montag

Mo 22.10.18 | 20:00 bis 22:00 Literarisches 

Future Monday: Vincent Voss + Carolin Gmyrek - Zukunfts-Horror

Die Apokalypse & der Zombie: Zukunfts-Horror Lesung (De-Wakendorf/Leipzig) Einlass 19:30h
http://twitter.com/bookcarrot
http://vincentvoss.de/
Wenn sich das Horrorgenre dem Thema »Zukunft« widmet, dann sind die Visionen eher düsterer Natur. Die Apokalypse, also das Ende der Welt, ist seit jeher ein beliebtes Thema der Literatur. Im KOHI wenden wir uns einer in den letzten Jahren fast schon inflationär eingesetzten Figur zu, dem wandelnden Toten – dem Zombie. Eine unheimliche Lesung und eine fundierte Diskussion zu Ursprung, Wandlung und Funktion dieses Motivs, das immer dann verstärkt aufzutauchen scheint, wenn die Menschheit Krisenzeiten durchzustehen hat.
Vincent Voss (Wakendorf) und Carolin Gmyrek (Leipzig) lesen aus ihren Novellen und Erzählungen der Reihe »Zombie Zone Germany«, in der sich alles um den Zombie dreht – und wie es Deutschland ergehen könnte, wenn eine Epidemie ausbricht.
Vincent Voss ist Vater dreier Kinder und lebt mit seiner Familie glücklich im Norden Hamburgs. Er arbeitet als Geschäftsführer eines ›Unternehmens‹, das im Sommer Zeitreisen anbietet. In der dunklen Jahreszeit schreibt er und zehrt von den Erfahrungen seines kulturwissenschaftlichen Studiums & seiner unzähligen Jobs. Gmyrek schreibt, studiert und liebt Seifenblasen. Um sie herum tanzen die Flaslinge und sie hat sich freiwillig nach einem Gemüse benannt. Das fasst das Leben der Herausgeberin der „Geheimnisvollen Bibliotheken“ und der „Ungeziefer“ (Verlag Torsten Low) recht gut zusammen. Ihre Texte umkreisen das Verständnis von Realität und Traum, verfeinert mit einer Prise Horror und einem Fünkchen Phantastik. Zwischen blumenpflückenden Zombies, betrunkenen Xentauer und leuchtenden Fröschen versucht sie ihre Karriere als Autorin und Welteroberin zu verwirklichen.


Mo 29.10.18 | 20:00 bis 22:00 Sehenswertes 

VIOLAINE LOCHU - REMIXX

ABSCHLUSSPERFORMANCE UND PUBLIKATION
Literarische Kunst-Performance (Fr-Paris) Einlass 19h
Im Sommer befragte die Performancekünstlerin Violaine Lochu die EinwohnerInnen von Karlsruhe und Paris nach ihren literarischen Heldinnen oder Antiheldinnen. Daraus gewonnene Zitate und Textstellen verarbeitet sie zu einer multilingualen Performance, welche weibliche Archetypen in Prosa, Lyrik Epos und Co. eindrucksvoll und stimmgewaltig auf die Bühne bringt.
Eine künstlerische Publikation in limitierter Auflage vereint die Projektbeiträge.

Externe Infos unter http://ccfa-ka.de/kultur/remixx/


Mo 05.11.18 | 20:00 bis 22:00 Literarisches 

LESUNG SÜD: JOSEFINE RIEKS

Revolution Internet: Josefine Rieks liest aus ihrem Debüt „Serverland“
Das Internet hat in kürzester Zeit das Leben der Menschen revolutioniert. Diesen Prozess der digitalen Vernetzung lässt Josefine Rieks ganz bewusst rückwärtslaufen. Eine Zukunft ohne Internet. Per Referendum beschloss die Mehrheit der Bevölkerung, das Internet abzuschaffen. Als der digitale Freak Reiner versucht, einen Teil der stillgelegten Server wieder einzuschalten, schart sich eine Jugendbewegung um ihn, die ihn bei seinen Plänen unterstützen will. Dabei liefert sich der amüsante Unsinn auf einer wiederentdeckten Videoplattform einen radikalen Bruch mit Themen wie Terror und Treblinka. Josefine Rieks verzichtet auf eine detaillierte Darstellung der internetlosen Gesellschaft. Sie schafft keine neue Welt, sondern beschwört eine längst vorbeigezogene wieder herauf, mit der ständigen Frage im Hinterkopf: Welcher Welt lohnt es sich, in einer unbestimmten Zukunft nachzueifern?
Josefine Rieks wurde 1988 in Höxter geboren, studierte Philosophie und lebt in Berlin. Sie schrieb das Drehbuch zum No-Budget-Film U3000 – Tod einer Indie-Band. 2017 erhielt sie das Alfred-Döblin-Stipendium. Serverland (2018) ist ihr erster Roman.
Foto: Josefine Rieks: Tim Brüning
Einlass 19:30h


Mo 12.11.18 | 20:00 bis 22:00 Literarisches 

Future Monday: Christian von Aster

Medien & Manipulation: Denke ich, was ich denke?
Lesung (De- Leipzig) Einlass 19.30h
Wer sagt uns, was wir denken und fühlen? Sind das wirklich wir oder werden wir vielleicht doch stärker von außen beeinflusst, als uns das bewusst ist – oder uns lieb ist? Und ab wann wird die Frage nach dieser Manipulation zu einer durchgeknallten Verschwörungstheorie?
Christian von Aster (Leipzig) erzählt uns von den Möglichkeiten der Manipulation und diskutiert mit uns die Gefahren, die davon ausgehen. Der Autor (Jahrgang 1973), studierte zunächst Deutsch und Germanistik, bevor er sich nach Erscheinen einiger Titel im Achterbahn Verlag als freier Autor zu verdingen beschloss.
Einem größeren Publikum ist von Aster durch satirisch-fantastische Lesungen bekannt, wie er sie mit steter Regelmäßigkeit seit mehreren Jahren auf verschiedenen Festivals, Kabarett- und Literaturbühnen abhält und die sich - nicht zuletzt der Intensität dieser Darbietungen wegen - großer Beliebtheit erfreuen.
Sowohl 2017 als auch 2018 verirrte er sich mit HÖLLENHERZ - EINE EROTOPOETISCHE DIABLESKE TRAGISCHER NATUR und DAS KOBOLTIKUM auf die Shortlist des SERAPH und des DEUTSCHEN PHANTASTIKPREISES und mit seinem satirischen Sprachformat NEUDEUTSCH 2.0 in die Hotlist um das beste Indie-Buch des Jahres.
Inzwischen betreibt er in Leipzig seine eigene Lesebühne ›Staun & Schauder‹ sowie die ›LIBRISEKTION‹, blickt auf mehr als 30 Publikationen zurück und arbeitet gegenwärtig an seinem dritten Roman für das renommierte Stuttgarter Verlagshaus Klett-Cotta.
Foto: Neurographer

Externe Infos unter http://www.vonaster.de/homepage/


Mo 26.11.18 | 20:00 bis 22:00 Literarisches 

Future Monday: Oliver Koch + Jens Glutsch - Datenkraken & Sammelwut

Wir wissen, was du machst! Datenkraken & Sammelwut
Lesung (De-Karlsruhe/Geislingen)
Foto Oliver Koch: privat
Foto Jens Glutsch: Janusch Fotodesign
Die kostenlose E-Mail-Adresse, die bequemere Bestellung beim Großhändler, der Download der Lieblingsserie, der Eintrag in ein soziales Netzwerk – für alles werden mehr oder weniger relevante und auch mehr oder weniger intime Daten von uns verlangt, die wir bereitwillig zur Verfügung stellen, ohne auch nur darüber nachzudenken, was man mit diesen Daten alles anstellen kann. Einige der Verwendungsmöglichkeiten mögen noch Zukunftsmusik sein, andere sind längst Realität – wir wollen darüber sprechen, wie gefährlich Datenkraken eigentlich sind und wie wir uns schützen können. Oder ist es dafür schon zu spät?
Oliver Koch (Karlsruhe) und Jens Glutsch (Geislingen) lesen & diskutieren zur Naivität des modernen IT-Nutzers, Datenkraken und die Gefahren aus dem Netz.
Oliver Koch kam 1971 im westfälischen Hamm zur Welt, wuchs in Osnabrück und Hamm auf und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr vornehmlich SF und Horror. Nach dem Germanistik-Studium in Münster zog er nach Karlsruhe, wo er auch heute noch lebt. Hier wurde er ein fleißiger Akteur bei Lesungen in und um Karlsruhe. Nach Ausflügen in realistische und zeitkritische Geschichten und langer Schreibhemmung schreibt er seit 2015 wieder verstärkt, auch SF, und ist mit einigen Erzählungen in SF-Anthologien vertreten - seine Story „Ans Tageslicht“ stand 2018 auf der Shortlist als beste deutschsprachige SF-Erzählung für den Kurd Laßwitz Preis. Er veröffentlicht unter anderem auf seinem Blog www.oliverkoch.net zahlreiche seiner Kurzgeschichten und Erzählungen kostenlos als eBook.
Glutsch ist Manufakturist, Informatiker, Buchhändler und Privacy-Punk - Grundlagen für die Berufung zum Verteidiger einer stabilen Privatsphäre. Arbeitet als Datenschutzbeauftragter, Dozent und Berater im Datenschutz bzw. Privatsphärenumfeld, rettet gelegentlich die Welt. Lebt in einem spätmittelalterlichen Fachwerkhaus seine eigenen Hinweise und Ideen aus und vor, lehrt Grundkonzepte zum Schutz vor Überwachung. Kocht (nicht nur vor Wut), liest, schreibt, schaut Filme an, verschickt Postkarten, engagiert sich in diversen netzpolitisch aktiven Vereinen.
http://oliverkoch.net
http://data-detox.de


Mo 03.12.18 | 20:00 bis 22:00 Literarisches 

LESUNG SÜD: SCHLECKY SILBERSTEIN

Schlecky Silberstein rechnet mit dem Netz ab: „Das Internet muss weg“
Ausgerechnet er propagiert den Satz „Das Internet muss weg“. Als Blogger versammelte Schlecky Silberstein über die letzten Jahre eine große Netzgemeinde um sich. Seine Erfahrungen bewegten ihn zu seinem Buchprojekt Das Internet muss weg: Eine Abrechnung (2018). Durch Fake News, Filterblasen und Social Bots erlangten Konzerne, politische Entscheidungsträger und Kriminelle laut Silberstein zunehmend gesellschaftliche Kontrolle. In der neuen Publikation analysiert er den „Daten-Kasino-Kapitalismus“, bei dem unsere gesammelten Daten gezielt eingesetzt werden, um eine Vorhersage und Beeinflussung des eigenen Verhaltens tätigen zu können. Können wir einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet lernen oder hilft nur noch die Abschaltung?
Schlecky Silberstein wurde 1982 geboren und etablierte sich in wenigen Jahren zu einem der wichtigsten Blogger Deutschlands. Sein gleichnamiger Blog zählt über 600.000 regelmäßige Leser. Die von ihm produzierte Comedy Show Bohemian Browser Ballett ist fester Bestandteil vom jungen Online-Medienangebot funk von ARD und ZDF. Heute lebt und arbeitet er in Berlin.
Einlass 19:30h


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