KOHI-KULTURRAUM | ARCHIV DER VERANSTALTUNGEN SEIT JUNI 2007

ARCHIV der EVENTS bei KOHI


Rückschau

Fr 16.11.18 |  Musikalisches 

BELGRAD + SKINNY PEACHES

Postpunk (De-Hamburg) + SubPop (De-Karlsruhe/Heidelberg) Einlass 20h Präsentiert von ByteFM, DIFFUS, musikexpress, taz & The Pick

http://youtu.be/WtpvK_RrpUQ

Erster Akt: Die Exposition. Einführung der Figuren. Das 2015 gegründete, vierköpfige Projekt BELGRAD taucht unerwartet auf und legt im September 2017 sein gleichnamiges Debut-Album (Zeitstrafe) vor. „Niemand, der dich hört“ wird keine selbsterfüllende Prophezeiung. Ernsthaft, ästhetisch höchst anspruchsvoll und genreübergreifend verbreitet sich der ursprüngliche Geheimtipp und ist schnell in aller Munde. Es folgt eine erfolgreiche dreiwöchige Tour Anfang des Jahres.

Zweiter Akt: Die Steigerung. Der Konflikt wird klar. Seitdem waren die Musiker aus Berlin und Hamburg nicht untätig. Die Spielfreude und die Resonanz der Hörer kurbelten Kreativität und Produktivität weiter an. Neue Songs sind entstanden. Es gibt viel zu sagen und noch mehr zu hören. Auch diesmal nicht in einem fröhlichen Popgewitter, vielmehr durch einen Sturm aus Synths, Melancholie und gereiftem Songwriting. Eine neue Tour steht an. Auf in Richtung Klimax. Es wird herrlich!

Support kommt von Skinny Peaches aus Karlsruhe und Heidelberg. Drei Grazien die sich mit den alltäglichen Themen des Lebens auseinandersetzen. Zeitweilig treten sie auch als Kollektiv zusammen mit immer wechselnden talentierten Musikern auf. Ein roher Mix aus Indie, Folk und Pop mit Singer-Songwriter-Attitüde. Wer jetzt immer noch nicht begeistert ist sollte sie sich unbedingt anhören. Am besten live. http://www.facebook.com/skinnypeachesband/



Mi 14.11.18 |  Musikalisches 

KADAWA

Cinematic-Jazz-Prog (Us-New York City) Einlass 19:30h

http://www.youtube.com/watch?v=S89z9t8vkRM

Tal Yahalom (g)

Almog Sharvit (b)

Ben Silashi (dr)

Wie kann man nur so viel Spaß haben?! Es liegt wahrscheinlich an der Entwicklung ihrer einmaligen Art zu kommunizieren, bei der sie kollektive freie Improvisation und spontane Arrangements verwenden. Und damit vektorisiert das Trio aus Israel, wohnhaft in New York, komikartig durch seinen musikalischen Kosmos, dass man als Zuhörerin kaum hinterher kommt. Ihre Musik ist voll rhythmischem Kontrapunkt, lyrischen jedoch unorthodoxen Melodien und sorgfältig ausgearbeiteten Arrangements. Dicht und dynamisch, nie langweilig. Gut, dass die Jungs Ende 2017 alles aufgenommen haben und uns im Rahmen ihrer CD-Release-Tour beglücken. (av)



Mo 12.11.18 |  Literarisches 

Future Monday: Christian von Aster

Medien & Manipulation: Denke ich, was ich denke?

Lesung (De- Leipzig) Einlass 19.30h

Wer sagt uns, was wir denken und fühlen? Sind das wirklich wir oder werden wir vielleicht doch stärker von außen beeinflusst, als uns das bewusst ist – oder uns lieb ist? Und ab wann wird die Frage nach dieser Manipulation zu einer durchgeknallten Verschwörungstheorie?

Christian von Aster (Leipzig) erzählt uns von den Möglichkeiten der Manipulation und diskutiert mit uns die Gefahren, die davon ausgehen. Der Autor (Jahrgang 1973), studierte zunächst Deutsch und Germanistik, bevor er sich nach Erscheinen einiger Titel im Achterbahn Verlag als freier Autor zu verdingen beschloss.

Einem größeren Publikum ist von Aster durch satirisch-fantastische Lesungen bekannt, wie er sie mit steter Regelmäßigkeit seit mehreren Jahren auf verschiedenen Festivals, Kabarett- und Literaturbühnen abhält und die sich - nicht zuletzt der Intensität dieser Darbietungen wegen - großer Beliebtheit erfreuen.

Sowohl 2017 als auch 2018 verirrte er sich mit HÖLLENHERZ - EINE EROTOPOETISCHE DIABLESKE TRAGISCHER NATUR und DAS KOBOLTIKUM auf die Shortlist des SERAPH und des DEUTSCHEN PHANTASTIKPREISES und mit seinem satirischen Sprachformat NEUDEUTSCH 2.0 in die Hotlist um das beste Indie-Buch des Jahres.

Inzwischen betreibt er in Leipzig seine eigene Lesebühne ›Staun & Schauder‹ sowie die ›LIBRISEKTION‹, blickt auf mehr als 30 Publikationen zurück und arbeitet gegenwärtig an seinem dritten Roman für das renommierte Stuttgarter Verlagshaus Klett-Cotta.

Foto: Neurographer



So 11.11.18 |  Musikalisches 

FRANGENHEIM/ZOEPF

Neue Improvisation (De-Köln) Einlass 19:30h

Präsentiert vom Forum Freie Musik

Beide Musiker lernten sich bei der Zusammenarbeit mit Günter Christmann kennen und entwickeln seit 2014 ihre eigene Duo Musik. Sie verfügen über einen unverkennbaren persönlichen Stil und ein weitreichendes Spektrum an instrumentalen Ausdrucksmöglichkeiten, der nicht zuletzt ihren unterschiedlichen musikalischen Sozialisationen geschuldet ist. Alexander Frangenheim´s Wurzeln sind in der klassischen Musik zu finden, während Joachim Zoepf´s in der afroamerikanischen Musik liegen. Sowohl tiefgreifende Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit verschiedenen MusikerInnen der freien Improvisationsscene, als auch die Auseinandersetzung und Kooperation mit anderen Kunstrichtungen gewährleisten spannungs- und abwechslungsreiche Konzerte auf höchstem musikalischen Niveau.



Sa 10.11.18 |  Musikalisches 

TREPTOW - Alles außer Schlaf-Tour 2018

Indierock (De-Berlin) Einlass 20h

http://www.youtube.com/watch?v=i0N_OOTMwSw

http://www.youtube.com/watch?v=o5NRdNjJsuQ

Nachdem sich ihr Debütalbum „Besser selbst als gar nicht“ zu mehr als einem Geheimtipp unter Musikliebhabern entwickelte, legt das Indie-Rock-Trio Treptow nun mit der „Alles außer Schlaf“-Tour 2018 noch eine Schippe drauf: Über 30 auf eigene Faust gebuchte Konzerte in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz erklären den Tournamen schließlich von allein und beweisen den maßlosen Hunger der jungen Band. Auf der Bühne haben sich die drei unter anderem im Vorprogramm von NENA, SILLY und Jesper Munk bereits die Sporen verdient und erspielten sich ihren Ruf als krachend sympathische Live-Band. Ab Ende September beanspruchen sie nun die Clubs für sich und gehen mit „Alles außer Schlaf“ auf eine Tournee, die sich gewaschen hat. Wir sind dabei!

Präsentiert wird die Tour vom Schall. Musikmagazin, Tante Guerilla, The Pick und MEDIALUCHS.



Sa 10.11.18 |  Sehenswertes 

VERNISSAGE: Rot:Rot:Blut - Eine Fahne macht keine Revolution.

Der absurde Streit um die rote Fahne auf dem Karlsruher Schloß hat gezeigt: Für viele ist allein schon die Erinnerung daran unerträglich, dass Grundlagen unseres Alltags - 8-Stunden-Tag und Frauenwahlrecht - ab 1918 von Linken erkämpft, erhalten und mit Blut bezahlt wurden. Rosa Luxemburg starb nicht alleine. Weshalb der KOHI Kulturraum nicht nur die rote Fahne vom Schloß als Leihgabe des Landesmuseums zeigt. Sondern vor allem mit historischen und zeitgenössischen Arbeiten auf verdrängte und tabuisierte Aspekte von Revolutionen hinweist. Zum Beispiel mit Kupferschmids Radierungen zur blutigen Hungerrevolte 1920 in Karlsruhe. - Warum das nötig ist? Diese Frage hat schon Wolf Biermann beantwortet: "So oder so, die Erde wird rot: Entweder lebensrot oder todrot." Deshalb: Mischen wir uns ein!

Wer Namen braucht: Jonathan Meese und Joseph Beuys sind mit dabei.

Foto: Fränkle (Stadtzeitung)



Fr 09.11.18 |  Musikalisches 

POSTCARDS

Dreampop (Leb-Beirut) Einlass 20h

http://www.youtube.com/watch?v=9mw7xmWGKMU

Die im Heft angekündigten Fast Romantics sind uns auf halber Strecke verloren gegangen. Sie werden ihre Tour aber 2019 nachholen und wir freuen uns jetzt mal wahnsinnig auf unsere erste Band aus dem Libanon, die wirklich zauberhaften Postcards!

Sie sind Anfang zwanzig. Sie machen Musik, um ihre Gefühle auszudrücken. Sie kommen aus dem Libanon, einem Land, das vielleicht 6 Millionen Einwohner hat, davon 2 Millionen Geflüchtete. Vielleicht. Denn so genau weiß es niemand. Wenn das nicht Stoff für Melancholie im Überfluss ist. Und als wäre es ein Zufall, heißt das aktuelle Album von Postcards wie der großartige Song "I'll be here in the morning" von Townes van Zandt. Beim Hören schleichen sich sofort Mazzy Star in den assoziativen Kosmos. Zwei starke Pole, zwischen denen die Musik der Vier mäandert. Aber zu eindeutig politischen Zeilen lässt sich Julia Sabra nicht hinreißen. Sie bevorzugt eher den weiten Raum der Metaphern. (av)

Foto: Rachel Tabet



Di 06.11.18 |  Sehenswertes 

TIM WHELAN - MUSIC STAND UP COMEDY

Musik und Wahnsinn (En-Liverpool) Einlass 19:30h

http://www.youtube.com/watch?v=eggnMbtHXJY

Geschliffene Witze, scharfe Pointen und feinste musikalische Exkursionen mit einem Hauch britischem Charme: Tim Whelan überzeugt mit all dem – und noch viel mehr!

Ob mit Mikro in der Hand, singend am Klavier oder sich am Boden wälzend – wenn der aus Liverpool stammende Stand-Up-Comedian und ausgebildete Sänger seine so höchstamüsanten wie tiefsinnigen Alltagsbeobachtungen zum Besten gibt, holt er jedes Publikum auf seine Seite. Dabei erzählt er über sein Leben als Engländer in Deutschland, seine Faszination für die deutsche Sprache und den Quirligkeiten des Künstlerlebens. Stilsicher und virtuos greift er dazu auf Elemente aus Oper, Pop, Reggae und Klassik zurück und stellt auf einmalige Weise das Vergnügen und den Frust seines Alltags dar. Tim Whelan hat zuletzt an NDR Comedy Contest teilgenommen, war im Finale des NightWash Talent Award und tritt im Quatsch Comedy Club auf. Im Herbst 2018 ist er mit seinem Soloprogramm „Whelan verfügbar“ deutschlandweit unterwegs.



Mo 05.11.18 |  Literarisches 

LESUNG SÜD: JOSEFINE RIEKS

Revolution Internet: Josefine Rieks liest aus ihrem Debüt „Serverland“

Das Internet hat in kürzester Zeit das Leben der Menschen revolutioniert. Diesen Prozess der digitalen Vernetzung lässt Josefine Rieks ganz bewusst rückwärtslaufen. Eine Zukunft ohne Internet. Per Referendum beschloss die Mehrheit der Bevölkerung, das Internet abzuschaffen. Als der digitale Freak Reiner versucht, einen Teil der stillgelegten Server wieder einzuschalten, schart sich eine Jugendbewegung um ihn, die ihn bei seinen Plänen unterstützen will. Dabei liefert sich der amüsante Unsinn auf einer wiederentdeckten Videoplattform einen radikalen Bruch mit Themen wie Terror und Treblinka. Josefine Rieks verzichtet auf eine detaillierte Darstellung der internetlosen Gesellschaft. Sie schafft keine neue Welt, sondern beschwört eine längst vorbeigezogene wieder herauf, mit der ständigen Frage im Hinterkopf: Welcher Welt lohnt es sich, in einer unbestimmten Zukunft nachzueifern?

Josefine Rieks wurde 1988 in Höxter geboren, studierte Philosophie und lebt in Berlin. Sie schrieb das Drehbuch zum No-Budget-Film U3000 – Tod einer Indie-Band. 2017 erhielt sie das Alfred-Döblin-Stipendium. Serverland (2018) ist ihr erster Roman.

Foto: Josefine Rieks: Tim Brüning

Einlass 19:30h



So 04.11.18 |  Musikalisches 

KOHI MEETS QUERFUNK

Auf 104,8 MHz servieren wir jeden ersten Sonntag im Monat ab 19 Uhr unsere hauseigene Radiosendung über den Äther und somit auf euren Abspielgeräten. Querfunk is the place to hear. Eine glänzende Möglichkeit, kommende und vergangene Live-Musik-Aktivitäten unserer heiligen Hallen akustisch zu genießen. Hier gibt sich freier Ausdrucksjazz mit WaveRockRomantik die Klinke in die Hand, und selbst der Pop-Olymp wird regelmäßig erklommen. Ach Ihr wart schon mal bei uns? Dann ist ja alles klar ... Ohren auf! (t)



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