KOHI-KULTURRAUM | ARCHIV DER VERANSTALTUNGEN SEIT JUNI 2007

ARCHIV der EVENTS bei KOHI


Rückschau

So 30.09.12 |  Sehenswertes 

BW-Literaturtage tell Tell – Premiere

Das Kultusministerium Baden-Württemberg empfiehlt „Willhelm Tell“ von Friedrich Schiller (*1759 in Marbach/Neckar, † 1805 in Weimar) als Lektüre an Gymnasien in der 8. oder 9. Klasse. Diese Empfehlung wird im Deutschunterricht meist umgesetzt. Eine kleine stichprobenartige Umfrage mit Jugendlichen ergab, dass alle Befragten das Drama lesen mussten, aber auch, dass die Schülerinnen und Schüler zu fast 100 Prozent keine angenehmen Erinnerungen an diesen höchst prominenten Klassiker haben. Der literarische Wert des Stücks und seine damit verbundene Botschaft konnte den befragten Jugendlichen an der Schule nicht vermittelt werden.

Studiert man das Werk und dessen Rezeptionsgeschichte, kann man jedoch schnell nachvollziehen, warum es im Bildungsplan dennoch keinesfalls fehlen sollte: Es kann unserer Jugend in Bezug auf Freiheit und Verantwortung ein Wegweiser sein. Zumindest hat das Stück das Potential , sich mit diesen Begriffen auseinander zu setzen.

Klassische „Theaterstück-Giganten“ wie Wilhelm Tell lesend zu erfahren und dabei nicht äußerst rasch zu ermüden, ist nicht einfach - sie theatralisch umzusetzen noch viel weniger.

Wie kann solch ein Drama also dennoch die Herzen unserer Jugend erreichen?

Die Theater-Jugendgruppe Kohibris, hervorgegangen aus dem ehemaligen Kinderclub des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, möchte darauf eine Antwort geben. Die jungen Schauspieler haben ihr Talent bei Aufführungen von Stücken wie „Das Gespenst von Canterville“ (2011), „Ronja Räubertocher“ (2010) und vielen mehr gezeigt.



Fr 28.09.12 |  Literarisches 

BW-Literaturtage Poetry Slam - im Tollhaus

DIESES MAL IM EXIL - LIVE IM TOLLHAUS - WOW WOW WOW –- http://www.tollhaus.de/

Der KOHI -Poetry-Slam ist Wortkunst

– gereimt und ungereimt – gelebt und erlebt.

Diesmal mit geladenen Slammern aus Baden-Württemberg zum Thema Baden-Württemberg – im weitesten Sinne. Menschen treten mit selbstgeschriebener Prosa oder Lyrik in einen Wettstreit. Den Teilnehmern der poetischen Kissenschlacht bleiben maximal 7 Minuten, um ohne Verkleidung und ohne Requisiten ihre Texte vorzutragen und sich in die Herzen der Zuhörer zu spielen.



Do 27.09.12 |  Literarisches 

BW-Literaturtage: Wortkonzert

Eine Lesung mit den Karlsruher Autorinnen Ondine Dietz (Meister Knastfelds Hybris) und Sabine Stern (Krimis aus der Hexenküche). Beide Autorinnen sind bei ISCHFRA in der GRÜNEN REIHE mit einer zweisprachigen Publikation vertreten. Die mehrfach - u.a. mit dem Thaddäus-Troll-Preis - ausgezeichnete Lyrikerin Eva Christina Zeller (Die Erfindung deiner Anwesenheit, Aug. 12) vervollständigt das Trio. Den musikalischen Part übernimmt die vielen KarlsruherInnen bekannte Hanna Jüngling. – Eine Veranstaltung von ISCHFRA mit freundlicher Unterstützung des Landes BW.



Mi 26.09.12 |  Literarisches 

BW-Literaturtage: GEDOK-Literatur-Förderpreis

Im Rahmen der Baden-Württembergischen Literaturtage stellen sich die Preisträgerinnen des GEDOK-Literatur-Förderpreises 2010/ 2007 vor: Anja Kümmel und Carmen-Francesca Banciu.

Anja Kümmel behandelt in Ihrem Roman „Träume Digitaler Schläfer“, erschienen Mai 2012 im thealit Verlag Bremen, die Begriffe Geschlecht, Identität und Wirklichkeit – und die Frage, ob und wie die Welt revolutioniert werden kann.

Carmen-Francesca Banciu erzählt in ihrer Roman-Trilogie von Kindheit und Jugend in Rumänien – eine aufwühlende Geschichte vom Zusammenprall der Generationen: „Vaterflucht“ , 2009, „Das Lied der Traurigen Mutter“,2007, beide bei Rotbuch Berlin erschienen und „Tod eines Patrioten“ .



Mo 24.09.12 |  Literarisches 

BW-Literaturtage Crossoverliteratur

Hedi Schulitz und Paul Blau präsentieren als literarisches Team Prosa und Lyrik, die aus vertrauten Hinterhöfen hinaus führt in eine Welt voller Geheimnisse. Das Team Maurice Meyer und Horst Koch umkreist mit Romanauszügen und Lyrik den Indianerplatz (aka „Werderplatz“) und das Leben von Aussteigern. Weiterlesen: „Die Pariserin oder die Frau mit dem Hut“, Roman von Hedi Schulitz „Indianerplatz Karlsruhe“, Szeneroman von Horst Koch



Sa 22.09.12 |  Musikalisches 

Kolkhorst (1 Mann Elektro/Rock aus Lüneburg)

"Die Musik ist kraftvoll und jeder Song neu und eigen. Mit Beats und Gitarren werden Melodien rausgehauen. Ein bunter Strauß extremen Wahnsinns" Melodie & Rhytmus

"Das bisschen Hollywood" (VÖ: 13.05.2011)

Was kracht da in den Ohren? So laut kann Hollywood nicht sein! Was schleicht sich da rein in meine Seele? Was schwingt da so, dass mir das Tanzbein juckt? Da hör ich zu, will keine Zeile mehr verpassen! Was ist bei dem im Alltag abgebrannt, dass der so zündeln kann mit Tönen.

(Peter Lohmeyer über "Das bisschen Hollywood)

Dieses Bild wiederholt sich etliche Male pro Jahr: ein junger Mann steigt mit seiner E-Gitarre und einem kleinen, handlichen Koffer früh morgens in einen Zug. Während der Großteil der Fahrgäste gähnend ihrem täglich gleichen Weg und Tagesablauf entgegenblicken, geht die Reise für Kolkhorst jedes Mal an einen neuen, unbekannten Ort. Mit der Bahn bewegt er sich auf seinen Touren durch Deutschland, die Schweiz und Österreich von Stadt zu Stadt, von Indieclub zu Indieclub. Aus dem handlichen Koffer wird ein alter Yamaha RY-30 Drumcomputer auf die Bühne gezaubert, die Gitarre wird direkt vom Verzerrer in das Mischpult gestöpselt und ein robustes Gesangsmikrophon in der Mitte der Bühne aufgestellt. Das ist alles, was Kolkhorst benötigt, um Abend für Abend sein One-Man-Rockspektakel abzufeuern.

Viele Musiker und Künstler gefallen sich in der Pose des unabhängigen Rebellen. Und dem Publikum gefällt diese Pose. Interessant wird ein Künstler aber dann, wenn es sich gar nicht um eine Pose handelt, und hier kommt die sagenumwobene Authentizität ins Spiel, hier kommt Kai Uwe Kolkhorst ins Spiel. Kolkhorst ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Getriebener, er ist im besten Sinne kompromisslos. Das kann man gut finden, unvernünftig, wie auch immer, aber er kann nicht anders. Ein gemütliches Leben als Studiomusiker, als Agenturtexter, das kam für Kolkhorst nie in Frage. Kolkhorst ist einer, der 7 Tage die Woche, Stunde für Stunde Musik macht, einer der dabei zu essen vergisst. Für Kolkhorst gelten andere Gesetze von Raum und Zeit. Legendär sind seine Konzerte, bis zu vier Stunden ohne Pause, egal ob 40 oder 400 Leute zuhören. Und niemand verlässt den Raum, niemand schaut auf die Uhr. Der Hardest Working Man im Indieland. Eine Naturgewalt. Eine One Man Army. Als Anerkennung hierfür wurde ihm der Musikautorenpreis der GEMA im Jahr 2009 verliehen.

Sein neues Album „Das Bisschen Hollywood“ entstand bei Kolkhorst zu Hause, die Songs dazu auf seinen Reisen quer durch die graue Republik, in den Zügen, in den Bahnhofsgaststätten, in Backstageräumen und Schnellimbissen. Kolkhorst ist niemand, der es sich und anderen leicht macht. Songs wurden geschrieben, arrangiert, verworfen, neu arrangiert. Einige wanderten in die Schublade, andere sofort auf das Album. Diese Zerrissenheit, die Unsicherheit, aber auch die Kraft und der Mut sind es, die Kolkhorst und „Das Bisschen Hollywood“ auszeichnet. Kolkhorst ist jemand, der spaltet statt versöhnt. Einer der wenigen. Und daher umso wichtiger. Man sollte sich darauf einlassen.



Fr 21.09.12 |  Literarisches 

Literaturort - Eine multimedia Lesung

„Mach jeden Ort zum Literaturort“ - unter diesem Motto zogen Autorinnen und Autoren aus, um an allen möglichen Orten ihre Literatur zu lesen: Dabei filmten sie sich und stellten ihre Werke ins Netz. Jede Lesung machte jeden dieser Orte zu einem Literaturort. Und http://www.literaturort.de zu ihrem Ort im Internet. Heraus gekommen sind ungewöhnliche Lesungen an ungewöhnlichen Orten mit Texten experimentierfreudiger Autorinnen und Autoren. Mit grenzenloser Fabulierlust fernab des Gewohnten. Ausgewählte Videos, die live gezeigt werden, wie Lesungen anwesender Künstler geben Einblick in das Projekt – und machen das KOHI zu einem Literaturort.



Do 20.09.12 |  Sehenswertes 

Poetry Slam "Dead or Alive"

ja, manchmal ist viel los... für die weniger an Musik-, sondern an Literaturinteressierten gibt es im Theater einen ganz besonderen Poetry Slam, an dem KOHI auch beteiligt ist. Es moderiert der Baden-Württemberg-Meister Tobias Gralke, der auch den "Literaturtage-Slam" am 28.09. im Tollhaus dabei sein wird.

Bei Dead or Alive treten Spoken Word Artists gegen Schauspieler des Staatstheaters Karlsruhe an, die als Team der toten Dichter ins Rennen gehen...

Die Veranstaltung findet statt im Studio des Badischen Staatstheaters. Eintritt frei.



Do 20.09.12 |  Musikalisches 

Wolke (Pop - Köln)

Mit Wolke meldet sich eine Band zurück, die zu den Unikaten der deutschsprachigen Popmusik gehört. Gesang, Piano, Bass und Drumcomputer – viel mehr benötigte das Duo nicht, um mit drei Alben und einer EP innerhalb von vier Jahren ein einzigartiges Werk zu schaffen. Vier weitere Jahre sind nun vergangen seit „Teil 3“, dem bislang letzten Kapitel der Wolke-Story. Die längere Pause nutzten Oliver Minck und Benedikt Filleböck, um andere musikalische Projekte zu verwirklichen (u.a. die seit mehr als 150 Folgen laufende POPdolmetscher-Reihe für Deutschlands größten Jugendradiosender 1Live), aber auch, um sich Lebensaspekten jenseits der Musik zu widmen. Darauf folgte eine Phase der Neuorientierung als Wolke.

Verheißungsvolle neue Songs waren schnell da, die klangliche Umsetzung jedoch entwickelte sich zur Herausforderung: Wie opulent darf eine Band klingen, die sich dem Minimalismus und der musikalischen Stringenz verpflichtet hat? Die Antwort liegt nun in Form des vierten Albums „Für Immer“ vor: Wolke sind im Kern dieselben geblieben; noch immer dominieren die unverwechselbar klare Stimme von Oliver Minck, die deutsche Texte und große Melodien wie selbstverständlich miteinander vereint, sowie die Trademark-Instrumente Klavier und Bass. Und doch haben Wolke sich und ihr Konzept geöffnet und ihren auf wenigen erlesenen Zutaten beruhenden Sound zugänglicher gemacht.

Der Pop, den die beiden Kölner servieren, benötigt keinerlei Rechtfertigungen mehr, keinen Präfix. Indie-? Elektro-? Kammer-? War gestern. Stattdessen hören wir melancholische Feel-Good-Hymnen mit glitzernden Abba-Klavierläufen („Frei“), morbide Miniatur-Operetten („Ich Tu Nur So“), Gospels ohne Religionszugehörigkeit („Die Hoffnung“), mitreißende Stadion-Chansons („Denkst Du Manchmal Noch An Mich“) und Crooner-Balladen mit Chorgesang aus der Carpenters-Schule („Süchtig“).

Die der Wolke-Musik seit jeher immanente Weichheit wird durch Texte aufgeladen, in denen auch abgründigere Gefühlslagen auf den Punkt gebracht werden. Oft dreht es sich um die dunkle Seite der Liebe, um Ernüchterung, Schwäche – aber auch um das Bedürfnis nach Emanzipation und den Wunsch, der persönlichen Enge zu entfliehen.

Ausschweifende Emotionalität trifft bei Wolke auf eine nüchterne Durchführung, weshalb der Kitsch immer nur gestreift wird, das Artifizielle und das Authentische sich die Waage halten. Dennoch bringen Wolke-Songs Gefühle zum Schwingen, von denen man bislang vielleicht noch gar nichts geahnt hatte. Da muss man Lust drauf haben. Leidenschaftliche Musik verlangt eben leidenschaftliche Hörer.



Mi 19.09.12 |  Musikalisches 

Jazzreihe: Gernot Ziegler Trio

Das Trio „Mobile Home“ um den Karlsruher Pianisten Gernot Ziegler, mit Gernot Kögel am Baß und Andi Nolte am Schlagzeug, präsentiert ausschließlich eigene Kompositionen des Pianisten. Tief im traditionellen Jazzverwurzelt, verarbeitet Gernot Ziegler die ganze Bandbreite seines umtriebigen musikalischen Schaffens zwischen Kammermusikalischem Jazz, Fusion und Pop. DasJazzpodium 11/12 2010 schreibt über das aktuelle Album der Band „Mobile Home“: „Dem klassischen Format des Pianotrios geben die Drei einen melodischen fast poppigen, nie belanglosen, optimistischen Touch, der seine Inspiration aus der europäischen Klassik, afrikanischen Rhythmen, dem modernen Jazz und der eigenen Ader für lyrische Atmosphäre bezieht. …ein Album von erzählerischer Weite und intimer Nähe. Man kann weit reisen mit dieser Musik – und gleichzeitig bei sich daheim ankommen.“



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