KOHI-KULTURRAUM | ARCHIV DER VERANSTALTUNGEN SEIT JUNI 2007

ARCHIV der EVENTS bei KOHI


Rückschau

Mo 12.12.11 |  Literarisches 

Sven Scherz Schade liest Hemingway in Ettlingen

Hemingway in Ettlingen – Ein kurzweiliger Roman zum Vorlesen. Es liest der Autor.

Mit „Hemingway in Ettlingen“ liefert der Karlsruher Journalist und Slam-Literat Sven Scherz-Schade seinen Beitrag zu einer „Neuen Heimatdichtung für die TechnologieRegion“. Zu diesem Zweck verdonnert er den 1961 verstorbenen Pulitzer- und Nobelpreisträger Ernest Hemingway als wiedererstandene, literarisch-fiktive Person nach Ettlingen. Die Schwarzwaldkommune allerdings weiß die Anwesenheit des erdachten Hemingway nicht zu schätzen. Und auch Ernest hat mit dem Ort so seine Probleme: „Keine Korallenriffe, keine kubanischen Huren, keine Zigarren, weit und breit kein Schwertfisch, den einer wie er nochmal an Land zu ziehen hätte. Ernest in Ettlingen – fühlte sich irgendwie fehl am Platz.“ Den Roman gibt es nicht als Buch. Die Lesung im KOHI ist eine totale Erstveröffentlichung.



Fr 09.12.11 |  Musikalisches 

Gablonzky Beat (Rock,KA)

Das Leben spielt und Gablonzkybeat macht seinen Soundtrack dazu. Die fünf Beats aus Karlsruhe waren lange unterwegs, sie haben vieles gesehen und vieles gehört und spucken es jetzt als einmalige Mischung unterschiedlicher Stilrichtungen wieder aus. Wer sich also aufmacht und ihrem Ruf folgt, kann sicher sein nicht mit abgekauten Reisetagebücher gelangweilt zu werden. GB lassen sich musikalisch nur schwer zwischen Pop, Rock, Punk und R&B verorten und sind garantiert nicht mainstreamgerecht. Soundmässig bleiben dagegen keine Fragen offen: fett, homogen und garantiert ohne künstliche Aromastoffe. Das klassische Rock-Line-Up liefert direkte, druckvolle Beats sowie handfeste Gitarren- und Tastenarbeit. Wer dann noch Wünsche offen hat wird sich spätestens durch die ausdrucksstarken und ungeschliffenen Vocals von Frontfrau Coco bestens bedient fühlen. Je nach spontanem Impuls gehen die Songs von GB voll nach vorne oder lehnen sich entspannt zurück oder aus dem Fenster. So morpht ein als Singer-Song-Writer-Song angesetztes Stück unversehens zur Punknummer. Variieren, ohne Stilbruch zu begehen ist bei GB der Stil in sich.

http://www.myspace.com/gablonzkybeat



Mi 07.12.11 |  Musikalisches 

Jazzreihe: ZOS

Auf dem Programm der Band stehen groovebetonte Eigenkompositionen und Jazzstandards. Die musikalische Intimität des Trioformats bietet größtmögliche Freiheit um spontan zu reagieren und jederzeit neue Klang- und Groovewelten zu erkunden. Schon alleine durch den Einsatz von Synthesizer, Keyboards und dem druckvollen virtuosen Sound des siebenseitigen E-Basses setzen sich die drei Karlsruher Musiker vom Sound des klassischen Pianotrios ab.  

 

Gernot Ziegler – Keyboards

Zeca DeOliveira – 7-String Bass

Sebastian Säuberlich - Drums



Mo 05.12.11 |  Literarisches 

Lesung Süd: Thomas Willmann

Literarische Gesellschaft goes KOHI

LESUNG SÜD

Thomas Willmann liest aus „Das finstere Tal“

Ende des 19. Jahrhunderts, ein verborgenes Dorf inmitten der Alpen, eine verschworene Gemeinde, misstrauisch gegenüber allem Fremden: Eines Tages erreicht ein Besucher das Tal, der sich als Maler ausgibt. Wenngleich man ihm distanziert und ablehnend begegnet, gewährt man ihm für eine kurze Zeit Unterkunft. Doch der plötzliche Schneeeinbruch versperrt den Weg zurück und der Fremde ist gezwungen, sich auf unbestimmte Dauer ins Dorfleben einzufügen. Als sich die Aufregung um sein Erscheinen langsam gelegt hat, erschüttert eine ungeklärte Todesserie den dörflichen Frieden. Bedrohlich, atmosphärisch, in kunstvoller Sprache der Heimatliteratur nachempfunden und mitreißend erzählt gelingt es Willmann, seine Geschichte außergewöhnlich zu verpacken.

Thomas Willmann wurde 1968 in München geboren und studierte Musikwissenschaft. Während eines Auslandssemesters in Los Angeles machte er erste journalistische Erfahrungen. Seitdem ist er als freier Kulturjournalist u.a. für den Tagesspiegel tätig und hat nebenbei auch Lehraufträge an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, insbesondere zum Thema Filmmusik. Seit 2007 ist er auch als Übersetzer tätig.



So 04.12.11 |  Sehenswertes 

Vernissage: KOHINALE

KOHI-Mitglieder stellen aus! Hier zeigt der Verein seine künstlerische Vielfalt, von Malereien in verschiedenen Techniken über Installationen bis hin zu Fotografie und Kunsthandwerk. Damit findet 2011 einen lockeren Ausklang und KOHI schlägt mit interessanten künstlerischen Perspektiven eine Brücke hinüber in das nächste Jahr. Die Vernissage wird wie immer von einem spannenden und kulturellen Programm begleitet.

Es stellen aus: Jane Baur, Paul Blau, Kirsten Bohlig, Tom Boller, Adrian Florea, Stani Holzmeier, Laura Teichmann, Tina Stanilewicz und Marie Thiriet.

Öffnungszeiten: Ausstellung bis 6. Januar, sonntags von 16 bis 19:30 Uhr (außer 25.12.2011 und 1.1.2012), während der Veranstaltungen und auf Anfrage!

Finissage: am 6.01.2012 ab 18:00 Uhr, mit Versteigerung.



Sa 03.12.11 |  Musikalisches 

Open Stage

Open Stage

Offene Bühne im kleinen Rahmen mit Minimalverstärkung.

Man weiß nie genau, was passieren wird. Jeder, der gerade Lust hat oder neue Nummern ausprobieren möchte, kann etwas vortragen. Und vielleicht entwickelt sich eine Jamsession? Für Musikbeiträge stehen Verstärker, Gitarre, Bass, Mikro und Minischlagzeug vor Ort zur Verfügung - bitte auch eigene Instrumente mitbringen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ihr sprecht Euch untereinander ab, wer drankommt, und lasst dann der Musik freien Lauf. Orientalische Klänge, Jazz, Rock - der stilistischen Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Du kannst das Publikum aber auch mit Beiträgen überraschen, deren Schwerpunkt nicht im Bereich der Musik liegt.



Sa 03.12.11 |  Musikalisches 

Kohi präsentiert FEHLFARBEN

Voller Stolz und Ehrfurcht präsentieren wir an diesem Abend eine der ganz grossen Kultbands dieses Landes, viel gesagt werden muss da nicht. Unsere Hallen sind dafür natürlich dann doch etwas zu klein, darum: LIVE IM SCHLACHTHOF

Vorverkauf

http://shop.tapeterecords.com/konzerttickets/fehlfarben-winter-2011-tour.html

Vor drei Monaten in der Küche einer Hamburger Galerie von einer jungen Dame das neue Fehlfarben-Album in die Hand gedrückt bekommen, frisch gebrannt, quasi zum Geburtstag – alles streng geheim. „Nur Hits, super zum Tanzen“, sagte die Dame, deren Eltern noch minderjährig waren, als Fehlfarben eine der wichtigsten Platten der deutschen Popgeschichte veröffentlichten: „Monarchie und Alltag“, 1980. Warum diese Geschichte? Weil: junge Dame, neue Fehlfarben, Hits, Tanzen – hä? Große Verehrung für Peter Hein, klar, aber das letzte Album seiner Band, das zweite nach dem Comeback von 2002, war mit der Plattenfirma V2 in der Versenkung verschwunden, und das war kein Drama. Dann aber: „Glücksmaschinen“. Und sofort und seitdem immer wieder beim Hören: Glücksgefühle.

Man wünscht den Leuten, die diese acht neuen Lieder hören, dass sie keine Ahnung von den Fehlfarben haben, weil der Geschichtsballast ja oftmals auch den Blick verstellt, und die neuen Lieder so gut und jetzig sind, dass der Vergangenheitsquark nur nervt. Zuerst mal: die Musik. Wahnsinnig knackig, druckvoll, total entschlackt und voller Haken und Ösen, an denen man noch nach dem hundertsten Hören hängen bleibt. Wenn die Menschen noch Singles kaufen würden, müsste man diese Platte scheibchenweise veröffentlichen. Daran ist der Berliner Produzent Moses Schneider (Tocotronic, Kante, Beatsteaks) sicher nicht ganz unschuldig. Der hat die Herrschaften in sein Studio gestellt und machen lassen und auf Aufnahme gedrückt. Also nix mit Overdubs, und jetzt spielen wir mal den Bass ein, und dann kleben wir da noch das drauf, sondern einfach: ran an die Buletten. Das war genau das richtige. Zumindest klangen Fehlfarben seit – jetzt doch wieder Geschichte – „Monarchie und Alltag“ nicht mehr so frisch und bei sich wie eben jetzt.

Ja und dann die Texte. Das ist so ein Thema. Peter Hein ist ja schon immer einer der besten Texter des Landes gewesen, da muss man nur mal Jene fragen, die selber versuchen Texte zu schreiben. Jeder, der heutzutage auf Deutsch singt, hat von Peter Hein gelernt, ob er will oder nicht. Weil der Herr Hein hat nämlich schon immer derart über alles Wichtige gesungen, dass es jeder verstehen konnte, und zwischen den Zeilen war das nicht Gesagte trotzdem da. Und das alles ohne Reime. Und ohne jetzt in Superlative zu verfallen, da kriegt der Hein nämlich gleich einen Hals. Überhaupt sollte man ihn nicht auf seine Texte ansprechen, sonst wird er maulig. Bei aller Zurückhaltung also: War der je besser als jetzt?

Im Titelsong „Glücksmaschinen“ wird mal eben das Lebensgefühl einer Elterngeneration auf den Punkt gebracht, die mit dem Verlust ihrer jugendlichen Ideale klar kommen muss: „Wir leben, wir sind Glücksmaschinen / Wir sind noch längst nicht ausgeschieden... Und wird das Grau auch mehr / Wir brauchen keinen Neubeginn.“ Die „Stadt der 1000 Tränen“ ist Wut auf die Verlogenheit in, na, wahrscheinlich Allem: „Sie haben sich sinnlos vermehrt / Weltenretter kochen Einheitsbrei – ein Weltevent / Die Weihnachtsindustrie in der Hand von Buddhisten / Am falschen Tag feiern besoffene Islamisten.“ Aber bei all dem: keine Verbitterung! Nur Zorn und Erkennen und ein bisschen Fatalismus. Richtig witzig wird’s, wenn der Hein über das Leben in der Welt des Web 2.0 singt: „Man fragt sich doch, wo die Leute sind / Dass man nie jemand trifft, hat man nicht vorgesimst / Man wusste doch nie, ob man wirklich Freunde hat / Erst der Freundezähler hat's an den Tag gebracht.“ Und so geht das weiter. Alles vorgetragen mit dieser klaren, drängenden Stimme, und darunter die Musik, die schiebt und schiebt. Das hat eine angenehme Wirkung auf den Hörer, ungefähr so, wie wenn einem jemand eine Ladung Adrenalin ins Hirn rammt. Nebenbei fallen etliche T-Shirt-Slogans ab, eine Auswahl:

„Wahnsinn, Wahnsinn, alles ist gut“

„Wir haben Angst, aber leider keine Zeit dafür“

„Eiscreme – Sonnenöl / Leiden wird wieder schön“ Und dann, zum Ende hin, als alles gesagt zu sein scheint, jammt die Band schön druckvoll weiter, als hätte sie zu viel Schwung um einfach aufzuhören, und plötzlich, während man so mitwippt oder rumtanzt, kriegt Peter Hein den wohl tollsten Wutanfall der Musikgeschichte. Und alles geht von vorne los. So viel Kraft und Klarheit, wie sie Fehlfarben im Jahr 2010 haben, wünscht man jeder jungen Band. Und dass die Düsseldorfer dreißig Jahre nach „Monarchie und Alltag“ so ein Meisterwerk aus dem Ärmel schütteln, ist die schönste Überraschung seit, ach, keine Ahnung.

Tino Hanekamp, Foto: Kim Frank



Fr 02.12.11 |  Musikalisches 

Song Slam

Musikalischer Wettbewerb

Ein akustischer Ringkampf der Extraklasse! Erlaubt sind nur eigene Songs (Text und Musik), keine Cover! Alle Instrumente sind zugelassen - auch Loop Stations! Die Länge eines Liedes sollte 7 Minuten nicht überschreiten. Der KOHI-Moderator - im tiefsten Inneren seines Herzens Schutzpatron aller nervösen Teilnehmer (denn er macht selbst auch Musik) - kommentiert, lobt oder bespöttelt die Performances. Und er lässt das Publikum abstimmen. Kannst Du es überzeugen? Der Sieg will verdient sein - schaffst Du es ins Finale, ist Deine besondere Kreativität gefragt... Spannung und Unterhaltung sind garantiert!

Du möchtest auch bei uns auftreten? Melde Dich im KOHI an! Komm vorbei oder nimm mit uns Kontakt auf: songslam@kohi.de.



Mo 28.11.11 |  Literarisches 

Daniel Bittermann

Daniel Bittermann, geb. am 07.06.1960 in München, hat Geschichte und Germanistik in Freiburg i.Br. studiert. Seit 1981 hat er zunächst als Fernsehjournalist für den Südwestfunk Baden-Baden und andere öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten gearbeitet.

Anfang der 90er Jahre konzentrierte er sich als Autor und Regisseur auf die Produktion von Industrie- und Werbefilmen. 2006 begann er schließlich an seinem ersten Roman zu arbeiten, der jetzt mit "Hippie High" vorliegt. Daniel Bittermann lebt und arbeitet heute in Köln.

„Hippie High – eine badische Revolution“ von Daniel Bittermann, Belletristik: Roman,

ISBN: 978-3-942637-07-7, Preis: 19,95 €; Erscheinungstermin: Oktober 2011



„…1977: Die RAF wirft Bomben, René Flor lieber in Baden-Baden LSD. Die Radikalen kämpfen gegen reaktionäres Establishment, die Hippies um Protagonist Flor lieber gegen die blöde Realität. Die RAF flieht ins Bürgerliche, um der Rasterfahndung zu entgehen, die Hippies, um gut gepolstert an Utopia zu naschen. Eine Generation – zwei Lebenskonzepte: Bürger gewinnt. „



In Zusammenarbeit mit "Der kleine Buchverlag"



So 27.11.11 |  Sehenswertes 

Galerie ist offen

Der KOHI-Kulturraum zeigt drei Druckfolgen von Fekete, darunter den großformatigen "Wasserfall von Ormond". Vom Blatt "Hochsee" sind auch die Druckstöcke zu sehen. Ein kleiner Einblick in das große Werk Feketes rundet die Ausstellung ab. Von einem Teil der ausgestellten Holzschnitte sind mehrere Exemplare vorhanden.

Geöffnet sonntags, 16 bis 19.30 Uhr, und während der Veranstaltungen bis Freitag, 2. Dezember. Führung auf Anfrage unter kunst@kohi.de



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