KOHI-KULTURRAUM | ARCHIV DER VERANSTALTUNGEN SEIT JUNI 2007

ARCHIV der EVENTS bei KOHI


Rückschau

Mo 02.04.12 |  Literarisches 

Lesung Süd: Frank Schulz

Literarische Gesellschaft goes KOHI: LESUNG SÜD

Großmeister der Groteske: Frank Schulz trifft auf Onno Viets

„Ein Buch von Frank Schulz ist immer ein Ereignis. Kaum angekündigt, beginne ich mich schon zu freuen.“ (Roger Willemsen)

Schafft der Leser es nicht, Frank Schulz‘ Onno Viets und der Irre vom Kiez rechtzeitig zuzuschlagen, wird er hineingerissen in einen Strudel aus Verrat und aberwitzigen Dialogen, abgründigen Milieustudien und unvergesslichen Figuren, Hochspannung und Situationskomik: Onno Viets ist Mitte 50, Meister einer Hamburger Pingpong-Runde und pleite. Er hat das Finanzamt im Nacken, den Geburtstag seiner Frau Edda vor Augen und eine Eingebung aus dem Fernsehen - er wird Privatdetektiv! Seine geplagten Sportsfreunde ahnen Ungutes. Den ersten dicken Auftrag hat Onno Viets schnell an der Angel; er ist zwei Meter groß, 130 Kilo schwer und rechte Hand eines gefürchteten Hamburger Kiez-Oligarchen…

Frank Schulz lebt als freier Autor in Hamburg. Für die Romane seiner „Hagener Trilogie“ wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem „Förderpreis zum Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ (1999) sowie mit dem Hamburger „Hubert-Fichte-Preis“ (2004) und dem Hamburger „Irmgard-Heilmann-Preis“ (2006).

Eine Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft und der Stephanus-Buchhandlung.

Foto: Gunter Glücklich



So 01.04.12 |  Literarisches 

THIS IS NOT A STRIPTEASE, Ein Abend mit Andrea Mohr

Vom Drogen-Jetset in den Frauenknast

Fünf Jahre war Andrea Mohr in einem der härtesten Frauengefängnisse der Welt inhaftiert in Melbourne Australien. Sie arbeitete als Striptease-Tänzerin und Fotomodel, ehe sie in den Drogenhandel einstieg und fortan vor allem Kokain im großen Stil und über Kontinente hinweg schmuggelte. Sie war die einzige Frau in dieser Größenordnung, die mit dem kolumbianischen Drogen Kartell arbeitete. Das Geschäft erlaubte ihr ein glamouröses Leben, sie war zu Gast bei Filmstars wie Michael Douglas und Danny DeVito – bis dieses extravagante Leben durch die plötzliche Verhaftung und Verurteilung in Melbourne ein jähes Ende fand. Packend und schockierend ehrlich erzählt Andrea Mohr ihre wahre und manchmal entsetzliche Geschichte: wie sie aus der Provinz in die großen Städte zieht, wie sie als Drahtzieherin eines Kokain-Kartells um die Welt fliegt, wie sie das Frauengefängnis überlebt und heute, zurück in der Heimat lebt.

Andrea Mohr wurde 1963 in der pfälzischen Provinz geboren. Für kurze Zeit studierte sie in München und Berlin, bevor sie als Hostess, Fotomodel, Schauspielerin und Striptease-Tänzerin unter anderem in Osaka arbeitete, wo europäische Hostessen viel Geld verdienten. 1997 heiratete sie einen Mann, der wegen Bankbetrugs in Deutschland gesucht wurde, und zog mit ihm nach Melbourne. Ihr damaliger Lebensgefährte, mit dem sie in Berlin zehn Jahre lebte kam nach, fortan lebten sie zu Dritt. Alle drei organisierten von nun an internationale Schmuggelgeschäfte. 1999 wurden sie verhaftet. Andrea Mohr wurde zu acht Jahren Haft verurteilt. Nach fünf Jahren wurde sie entlassen und nach Deutschland deportiert.

Heute lebt Andrea Mohr wieder in Neustadt an der Weinstraße. Sie ist journalistisch tätig und schreibt als Autorin Sachbücher sowie Kurzgeschichten für diverse Literatur­magazine Fiction und Non-Fiction. Daneben veranstaltet sie Multi-Media-Lesungen, eine one-woman-show „This is not a Striptease“. Andrea Mohr bietet auch Hilfe für die Reintegration von Frauen nach der Haft an. Darüber hinaus engagiert sich die Autorin weltweit für die Abschaffung der Todesstrafe, für bessere Haftbedingungen bei Amnesty International, für Frauenhäuser und gegen Fremdenhass.

 Pixie wurde 2009 zunächst in Australien von Hardie Grant Books in englischer Sprache veröffentlicht und wurde dort zum Bestseller



So 01.04.12 |  Sehenswertes 

Vernissage: SPACKN von Eckbert Lösel

Das Comicprojekt SPACKN von Eckbert Lösel ist für Menschen gedacht, die ein wenig Ordnung in ihrem Leben suchen. Statt verantwortungslos und überflüssig immer neuen Müll zu erfinden, hält sich SPACKN streng an die Themen, die sowieso da sind: BSE, Sex, Gewalt, soziale Ungerechtigkeit, Liebe und das Internet. Alle Personen und Orte gibt es auch in der Wirklichkeit: das Krankenhaus, die WG, die Monster. Sie sind sorgfältig und ohne eigenes Dazuerfinden abgezeichnet und wurden dann von Eckbert Lösel so geordnet, dass sie endlich einmal auch einen Sinn ergeben. Schade, dass der Comic nie fertig geworden ist.

Das Projekt wurde für den Computer geplant. Dabei werden die Sprechblasen virtuell über die eingescannten Zeichnungen gelegt. Der Betrachter klickt sich dann von Bild zu Bild in der Geschichte vorwärts.

Der KOHI-Kulturraum zeigt Originalzeichnungen des Comics sowie den bereits fertig gestellten Teil als Videoprojektion.

Eckbert Lösel studierte Graphik-Design an der Kunstakademie in Stuttgart und arbeitet seit 1990 als freier Maler. SPACKN entstand in Stuttgart und Berlin.



Sa 31.03.12 |  Musikalisches 

KESTEKOP II (FR-Toulouse)

Kestekop II, die Zwei-Mann-Band aus dem Hinterland von Toulouse, hat den Urban Blues. Bei den ersten Kairo-Auftritten hat Kestekop - damals noch als «One-Man-Motherfolker» - das Publikum damit umgehauen. Glatzköpfig und von eindrücklicher Postur schafft es dieser Mann, zwischen zärtlichen Liebeserklärungen und Blues-Explosionen zu wechseln und einen damit mitten ins Herz zu treffen. KESTEKOP II ernährt sich von rauem Rock'n'Roll, schmutzigem Blues, Bruitismus und lautem Jazz. Er kreiert damit eine Atmosphäre, die weder der Teufel noch dessen Schwester verschmähen würden.

Einige denken an die Jon Spencer Blues Explosion, die unter dem Vollmond Istanbuls mit Alain Bashung um die Wette schreien, begleitet von dem schrillen Saxophon John Zorns, sowie des dissonanten Klaviers von Nick Cave.



Fr 30.03.12 |  Literarisches 

Poetry Slam

Du schreibst? Und die Welt soll aus Deinem Munde davon erfahren? Dann mach mit beim „poetischen Ringkampf“ im KOHI. Wenn Du ganz sicher sein willst, dass Du drankommst, melde Dich schon im Vorfeld an.

poetryslam@kohi.de

Du kannst dich auch direkt abends in der offenen Liste eintragen und auf Auslosung hoffen !

Einlass ab 20 Uhr

letzte Anmeldung vor 20:30 Uhr

Beginn 21 Uhr



Do 29.03.12 |  Musikalisches 

Peter Piek (De-Leipzig ) + Bernhard Eder (Wien - AU)

Seit der Wiedervereinigung zu Peter Piek imJahre 2006 versucht der in Karl-Marx-Stadt geborene Songwriter, Maler und Multiinstrumentalist Malerei und Musik zu einer neuen Seinsform zu verschmelzen. Dabei entstanden bisher nicht nur großformatige musikalische Ölmalereien sondern auch malerische Songs im Spannungsfeld zwischen Euphorie und Melancholie. Sein schnelles und rhythmisches Gitarrenspiel und seine unverwechselbare Stimme verleihen Peter Piek einen unverkennbar eigenen Stil. Bei Konzerten wechselt er munter zwischen Klavier und akustischen und elektrischen Gitarren, bekleidet sich auch mal am Schlagzeug oder liest eine kurze Episode aus seinen Büchern (ihreszeichens Art-Fiction-Romane).Peter Piek tourte bereits mehrfach in Europa und den USA und spielte Konzerte u.a. mit Art Brut, Robocop Kraus, Saalschutz. Er tourte mit Songwritern wie Matt Hopper, Bernhard Eder, Lucky Fonz III und John Watts, und spielte wichtige Festivals wie das South by Southwest in Austin. Im Sommer 2012 wird ein drittes Album des Ausnahmetalentes bei Solaris Empire (Broken Silence) erscheinen. Peter Piek veröffentlichte 2011 zur Leipziger Buchmesse sein zweites Buch "Die Puppenspieler". Seine musikalischen, rhythmischen und farbenfrohen Bilder worden in Gruppen und Einzel-Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt.

Eigentlich hat der Wiener Singer-Songwriter Bernhard Eder Vergleiche mit Genre-Größen wie Nick Drake, Elliott Smith oder José Gonzáles längst nicht mehr nötig. Denn durch seine unter anderem von Musikexpress, Intro und Rote Raupe hochgelobten Vorgängeralben The Livingroom Sessions und Tales From The Eastside ist es dem musikalischen Multitalent bereits gelungen, sich in der unüberschaubaren Musiklandschaft nachhaltig zu etablieren. Und doch passen diese Vergleiche zur melancholisch-zerbrechlichen Musik des viel gebuchten Künstlers – und auch wieder nicht: weil Bernhard Eder mit seinen Songs einen eigenen Kosmos kreiert, der über die Zitierten weit hinausreicht. Genau diese kreative Polyvalenz spiegelt sich auch auf To DisappearDoesn’t Mean To Run Away perfekt wider, das auf eine lange Entstehungsgeschichte zurückblickt:

http://bernhardeder.net



So 25.03.12 |  Musikalisches 

MissinCat (Singer/Pop)

Wie Kat Frankie oder Bernhard Eder verschlägt es 2007 auch die Singer/Songwriterin Caterina Barbieri nach Berlin, um sich von der vielfältigen Szene inspirieren zu lassen und sich musikalisch weiterzuentwickeln: "Ich brauchte neue Ideen, einen neuen Start, und den fand ich in Berlin. Für mich gibt es einfach keinen besseren Ort, um mich als Künstlerin zu verwirklichen."

Als Missincat veröffentlicht Caterina im Februar 2009 ihr Debütalbum "Back On My Feet", auf dem sie ihre englischsprachigen Songs auf der Gitarre begleitet und zarte Arrangements aus Cello, Vibraphon, Glockenspiel oder Piano einfließen lässt.

Die aus Italien stammende Künstlerin lernt bereits als Kind singen, lässt sich von ihrer Oma das Klavierspiel beibringen, erlernt anschließend als Autodidaktin das Gitarre- und Bassspiel und entwickelt sich so zur Multi-Instrumentalistin.

Ihre musikalische Begeisterung und ihr Talent als Songschreiberin und Bassistin lebt sie in der 2000 gegründeten Formation Vertigini aus, von der sie sich nach sechs Jahren trennt, um in der deutschen Hauptstadt ihr Glück zu versuchen. Mit den ehemaligen Kolleginnen verbindet sie auch nach ihrem Ausstieg aber eine innige Freundschaft.

Die Erfolgsgeschichte der Solo-Künstlerin Missincat beginnt, nachdem sie in Italien einen Musikwettbewerb gewinnt, der ihr einen Auftritt bei dem renommierten Heineken-Jammin-Festival einbringt, wo sie neben Bands wie Incubus oder Pearl Jam auftreten soll. Zu dem Auftritt kommt es jedoch nie, weil das Festival wegen eines Orkans abgesagt werden muss. Bei aller Ernüchterung über diese Absage bleibt Missincat die Garantie der Festival-Verantwortlichen, als Sponsoren ihr Debütalbum zu finanzieren.

Caterina bleibt auch in Deutschland auf der Erfolgsspur und wird als Supportact für Amy Winehouse auf deren Deutschland-Tour geladen. Mit Marius Kiefer lernt sie in Berlin zudem ihren Cellisten kennen, mit dem sie zahlreiche Gigs spielt. Mit Revolver Distribution Services findet sie außerdem ein vertrauenswürdiges Label, das ihr einen Plattenvertrag offeriert.

Trotz des schnellen Einstiegs in das internationale Musikgeschäft hat Caterina Barbieri die Bodenhaftung nicht verloren und pflegt einen sehr ehrlichen Umgang mit ihren Liedern: "Ich kann immer noch fühlen, wie mein Herz bricht, wenn ich ein trauriges Liebeslied singe



Sa 24.03.12 |  Sehenswertes 

Backgammon Tournier

Fünftes offizielles Backgammon-Turnier im KOHI.

Mit 5 Euro Unkostenbeitrag seid Ihr dabei. Es wird nach den allgemein geltenden Turnierregeln gespielt, auch mit Verdoppelungswürfel. Die ersten Drei gewinnen. Getränke gibt es zu KOHI-Preisen vor Ort... Einlass ab 14 Uhr, Spielbeginn ist 15 Uhr. Bitte 6-7 Stunden Spielzeit einplanen. Um Voranmeldung wird gebeten, entweder auf

http://www.backgammon-karlsruhe.jimdo.com

oder per Mail an tom.boller@web.de.



Fr 23.03.12 |  Musikalisches 

Electric Suicide Club (Garage/Rock-Fr)

Electric Suicide Club, für diesen Namen müsste es eigentlich schon einen Preis geben. Aber auch die Musik der drei Franzosen ist mehr als vielversprechend, denn die gerade mal knapp zwanzig Jährigen haben bereits verstanden, wie man jede Menge Dreck, Energie und trotzdem Melodien in einen Song packen kann. Hier bleibt kein T-Shirt trocken und kein Körper unbewegt. ESC leben und lieben ihre Musik und müsste man ihnen einen Stempel aufdrücken, so käme dieser aus dem Hause von The Hives, den frühen Bloc Party aber auch Refused. Krachiger Indierock, der auf den Konzerten begeistert und kreischende Zuschauer hinterlassen hat!



Do 22.03.12 |  Musikalisches 

Solange La Frange (Elektropop/Trash CH)

Die Beats knarzen, die Shouts von Julie Hugo sind herausfordernd und die extrem basslastigen Live-Shows eine Wucht. Letztes Jahr kam das selbstbetitelte Debütalbum heraus. Darauf zu finden ist auch der super Track „Grind“, bei dem das Trio keck „Are you the best dancer?“ fragt und - bevor die Frage beantwortet werden kann - ein „Shake it!“ hinterherkommandiert. Keine Frage, hier wird sich bewegt und kein Schuh bleibt schweißfrei.

Ihre Faszination am Nicht-Strukturierten ebnete der Schweizer Elektro-Trash-Pop-Band aus Vevey den Weg zu einem rauen und fundamentalen Debüt. Dabei schafft es das Trio, wie kaum eine andere Kapelle, den charakteristischen Hedonismus ihrer Live-Exzesse auch auf dem Album zu transportieren. Subtil. Grobkörnig. Noisy. Höhepunkt ihrer europaweiten Tourneen war sicher das Montreux Jazz Festival und ihre Show auf dem diesjährigen Reeperbahn Festival, wo sie wieder ein Mal ihre phänomenale Live-Performance unter Beweis stellten und das Publikum mit ihrer schier unendlichen Energie mitrissen.



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