KOHI-KULTURRAUM | ARCHIV DER VERANSTALTUNGEN SEIT JUNI 2007

ARCHIV der EVENTS bei KOHI


Rückschau

Sa 16.07.11 |  Sehenswertes 

Schneider und das Mufforchester

Manchmal macht der Zufall die beste Musik …

… zum Beispiel diesen jazzigen und bisweilen auch trashigen Chanson-Pop: mitreißend unverbrauchte Melodien, brillant gesetzte und nicht selten gegen den Strich gebürstete Arrangements, die vor rauer Lebendigkeit nur so strotzen. Diese Musik, dieser Sound und vor allem diese Performance sind erfrischend anders. Gewachsen jenseits aller Vorbilder. Freigeistig, eigenständig, sperrig, witzig, muffig, unperfekt richtig und vor allem richtig unterhaltsam. Das alles ist schneider & das mufforchester aus Karlsruhe. Jedes Konzert ein Unikat des kreativen Wahnsinns. In ihren Songs verhandeln sie nicht weniger als die großen Fragen unserer Zeit: „Kacken Intellektuelle wirklich anders?“, „Lassen sich die Spätfolgen von übermäßigem Alkoholgenuss durch logopädische Übungen mildern?“, „Was sagt uns die Crema eines guten Espresso über italienische Frauen?“ und nicht zuletzt: „Darf man angeheiratete Familienangehörige essen?“ All diesen Fragen wird genüsslich nachgegangen, in bisweilen absurd wohlgesetzten Worten und mit einer Musik, die alle Genre-Etiketten über den Haufen wirft; die Chanson, Pop, Folk, Latin und Jazz respektlos mischt und doch nur eines ist: nämlich verdammt gut. ..



Fr 15.07.11 |  Musikalisches 

Bloodgroup (Island)

Wow wow wow... erinnert sich jemand an unser erstes Konzert in diesem Jahr ? nein ? wohl nicht dabei gewesen was ? Nun gut, wir haben auch viele wieder weggeschickt, es war nämlich schon bald zu voll.... das nur mal so nebenbei...

Für alle die diese Band noch nicht kennen: Bestehend seit 2006 spielten sie bereits kurz nach ihrer Gründung auf dem Iceland Airwaves Festival. Seitdem sind ihre gro?artigen Live-Shows und fesselnden Melodien stets berüchtigt, und ihre Beats bringen selbst den härtesten Metalhead zum Tanzen. 2007 erschien das erste Album "Sticky Situation", welches von diversen Kritikern als eines der besten Alben des Jahres in Island gehandelt wurde. Mit diesem Leckerbissen im Gepäck spielten Bloodgroup daraufhin mit großem Erfolg Konzerte auf internationaler Ebene, das zweite Album "Dry Land" erschien schließlich im Dezember 2009 auf Record Records (MAMM?T, AGENT FRESCO). Die Band gilt weiterhin als einer der besten Live-Acts Islands und steht nun bereit, dem "kohianischen" Publikum Tanzbeine zu machen. Nach dem grandiosen und ausverkauften Konzert im Januar, gibt’s jetzt also endlich Nachschlag....

Einlass ab 20h (!)

http://www.bloodgroup.is/



Mi 13.07.11 |  Musikalisches 

Jazzreihe: Gernot Ziegler & friends

Der Karlsruher Pianist Gernot Ziegler hat zahlreiche befreundete Musiker der Karlsruher Szene zu einer Jamsession eingeladen. Nach einem organisierten Eröffnungsset werden weitere Überraschungsgäste einsteigen, die das Programm mitgestalten. Zu hören ist Jazz jeglicher Coleur. Es verspricht also ein spannender Abend zu werden.

www.gernot-ziegler.de/mobile_home.html



Di 12.07.11 |  Sehenswertes 

MITGLIEDERTREFFEN

Das Treffen bietet die Möglichkeit, Vorschläge einzubringen, Veranstaltungen zu organisieren, sich über Vergangenes und Zukünftiges auszutauschen, einfach zu quatschen und die anderen Mitglieder mit all ihren Interessen und Fähigkeiten (noch näher) kennenzulernen und sich selbst vorzustellen.



Mo 11.07.11 |  Sehenswertes 

Eine durch den Krieg verratene Kindheit, Kambodscha 1970 – 1979

Saovory Kim Sam, Karlsruher Autorin, geboren und aufgewachsen in Kambodscha, kam 1984 zum Studium in die DDR. Seit 1996 lebt sie mit ihrer Familie in Karlsruhe-Knielingen.

Saovory Kim Sam liest aus ihrem Buch ‚Meine Heimat – Euer Krieg’ über ihre Geschichte und die ihres Volkes, über den Krieg zwischen den USA, Kambodscha und Vietnam und die entsetzlichen Jahre der Herrschaft der Roten Khmer.

Dr. Susanne Heynen, Dipl.-Psychologin und Leiterin des Karlsruher Jugendamtes, begleitet die Lesung mit Informationen über die Geschichte und die aktuelle Situation in Kambodscha sowie mit Bildern über eine Reise durch das Land.

Einlass 19h



So 10.07.11 |  Sehenswertes 

Galerie ist offen

Das deutsch-französische Künstlerduo Albrecht & Kadel arbeitet seit 2008 zusammen. Gemeinsam realisierten Corinne Albrecht aus Strasbourg und Klaus Kadel aus dem pfälzischen Pirmasens Projekte im Dada-Museum „Cabaret Voltaire“ in Zürich, im Museum „Würth“ in Künzelsau und in der „Pfalzgalerie“ in Kaiserslautern. Das Duo entwickelte verschiedene Serien in den Bereichen Zeichnung, Malerei und Installation.



Im KOHI zu sehen sind Zeichnungen der Serie „Verbotene Wörter/Mots interdit“. Sie erzählen von Liebe, der deutsch-französischen Geschichte und Freundschaft, die keine Grenzen kennt.



Sa 09.07.11 |  Musikalisches 

Open Stage

Offene Bühne im kleinen Rahmen mit Minimalverstärkung.



Man weiß nie genau, was passieren wird. Jeder, der gerade Lust hat oder neue Nummern ausprobieren möchte, kann etwas vortragen. Und vielleicht entwickelt sich eine Jamsession? Für Musikbeiträge stehen Verstärker, Gitarre, Bass, Mikro und Minischlagzeug vor Ort zur Verfügung - bitte auch eigene Instrumente mitbringen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ihr sprecht Euch untereinander ab, wer drankommt, und lasst dann der Musik freien Lauf. Orientalische Klänge, Jazz, Rock - der stilistischen Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Du kannst das Publikum aber auch mit Beiträgen überraschen, deren Schwerpunkt nicht im Bereich der Musik liegt.



Fr 08.07.11 |  Musikalisches 

Stealing sheep (Liverpool,UK) + All we are

Es gibt wohl Dinge, die passieren nur in Berlin Neukölln. Man läuft über eine triste Stra?e, das Wetter lässt doch sehr zu wünschen übrig, von Wonnemonat Mai ist da nicht viel zu spüren, an der unscheinbaren Weserstra?e 50 vorbei, man sieht, dass da viele Leute sind, macht die Tür auf und gerät mitten in eine Erscheinung von drei Elfen. Hübsch und zart anzusehen, zauberhafte Musik den wundersamsten Instrumenten entlockend. Als die Trommlerin das Loch in ihrem Spielzeug damit erklärt, sie hätten gestern im Park wohl etwas arg getollt, bin ich mir sicher, dass es Waldfeen sein müssen, die ein großer Sturm in diese graue Großstadt geweht hat und die nun nur einem gelben Backsteinweg sei Dank in die Bar “Gelegenheiten” gefunden haben.

Krame ich meine Kenntnisse über Märchenfiguren heraus, so erinnere ich mich, dass Feen und Elfen eherbescheidene, im Verborgenen agierende Wesen sind. Der Veranstaltungsort bestätigt dies zwar, dieAnzahl der Zuhörerschaft und deren schweigender, von der Bühne mit Blick und Körperhaltungangezogener Gestus verweisen allerdings eher darauf, dass es sich um Sirenen handeln muss, die essich in den Kopf gesetzt haben, drei Dutzend von Alltagssorgen weich gemachte, von Zynismus erschreckte und vom Wetter gebeutelte jugendliche Musikhörer mit seligem Lächeln in die See der unbegründbaren Zuneigung zu stürzen.

In dieser kalten, märchenlosen Welt sind es einfach nur die drei Mitgliederinnen einer jungen Folkband, die sich “Stealing Sheep” nennt. Die drei jungen Frauen kommen aus Norwegen, Kanada und England und wählten klugerweise Liverpool und Paul McCartneys Music School als Studienort, an dem das Schicksal sie zusammenführte zu einer Band, die der in der fabelhaften Popkultur der Amelie geprägte Twee-Pophörer stilistisch eher nach Frankreich gesteckt hätte. Das Zauberhafte und das Spiel mit den Kinderinstrumenten erinnert an Coco Rosie, doch die Sü?igkeit der Stimmen lässt viel mehr an SoKo denken. Azure Ray spielen auch eine Rolle- nein, stopp mit den Assoziationen und nochmal tief durchatmen. Beim Interview stelle ich fest, dass zwei der drei Bandmitgliederinnen noch nie mit Musik von Coco Rosie in Berührung gekommen sind. Nach den anderen beiden möglichen Einflüssen wage ich gar nicht erst zu fragen, denn ich bemerke viel mehr, dass hier drei junge Frauen zu Werke sind, denen die Musik zu sehr am Herzen liegt, die einen viel zu großen Anspruch zu erfüllen wünschen, als dass es angemessen wäre, sie der Weiblich-, Jugendlich- und Schrulligkeit wegen in einen Topf mit anderen Musikerinnen vergleichbaren Stils und Alters zu werfen.Um sich über Wasser zu halten, geben sie Musikunterricht, doch das große Ziel ist es, von ihrer eigenen Musik zu leben. Und zwar bewusst distanziert von dem Einfluss, an den ich naiverweise dachte, als ich vor dem Konzert hörte, dies sei eine Band aus Liverpool. Nein, Beatlescoverbands und klassische Britpopkapellen gäbe es genug im Städtchen. Die Schule habe sie wohl gefördert, aber damit ist jeglicher lokaler Einfluss auch schon an seine Grenzen gelangt.

(Regine Glass/Brennpunkt-f.de)



Do 07.07.11 |  Sehenswertes 

Good migrations

Eine Feier zu Ehren der Migration. Ab 17h Internationales Buffet + Flohmarkt, ab 20h gibt es Musik von internationalen Künstlern und lokalen Plattentellern. Das Motto des Abends lautet: durch Good Vibrations für Good Migrations zu sorgen und bei Essen, Musik und Tanz die Vielfalt zu zelebrieren.

Wir, die Studierenden des Masters Interkulturelle Bildung, Migration und Mehrsprachigkeit, freuen uns auf euch! Der Erlös des Abends geht an ein Filmprojekt mit jungen MigrantInnen unter der Leitung von Murad Atshan in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Migrationszentrum und dem Werkraum Karlsruhe e.V.



Mi 06.07.11 |  Musikalisches 

Fanfara Shavala (Zigeunerjazz, Rumänien)

Die Zigeunermusik in Rumänien hat viele Facetten: die Gesangs- Streicher- und Zimbal-geprägte Musik aus Südrumänien wie die der Taraf de Haiduks, die Musik der „ungarischen“ Zigeuner wie die der Szászcsávás-Band, der elektronisch begleitete „Manele“-Gesang und die Brass-Musik der Fanfara-Formationen.

Zu Gast in Süddeutschland vom 14.Juni bis 7.Juli sind 7 Musiker aus Zece Prajini in (rumänisch) Moldavien, einer Hochburg der Fanfara-Bands. Sie werden aber auch die anderen Elemente rumänischer Gypsymusik in ihr Programm einfließen lassen. Ihre Besetzung ist: Trompete, Saxofon, Bariton, Tuba , Trommel und 2 Akkordeone..

Da zunehmend bei Hochzeiten in Rumänien die billigere Manele-Musik in Mode ist, gibt es die früher häufigen Engagements einer ganzen Fanfara-Formation immer seltener. Hoffentlich findet bei uns ihre Musik mehr Anklang. In jedem Fall aber heute im Kohi.



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