KOHI-KULTURRAUM | ARCHIV DER VERANSTALTUNGEN SEIT JUNI 2007

ARCHIV der EVENTS bei KOHI


Rückschau

Fr 17.06.11 |  Musikalisches 

Jack Beauregard (Pop, Berlin)

Zuerst fragst du dich, wer du bist. Danach fragst du dich, wie du das den anderen erklären sollst. Und irgendwo dazwischen bist du leider auch noch verliebt.

Bevor ich Daniel und Pär das erste Mal begegnet bin, wusste ich bereits, dass ich schrecklich gerne mit diesen beiden Menschen befreundet wäre. Ich wusste es, weil ich ihre Musik gehört hatte. Irgendwer hatte mir ihr erstes Album geschickt, und diesem „Irgendwer“ bin ich bis heute unendlich dankbar dafür. Denn „Everyone is having fun“ war von diesem Moment an mein ständiger Begleiter. Ich hörte es jeden Tag, gab jedem einzelnen Lied in meinem Player fünf Sterne, ich nahm es mit in die Stadt, die ich erobern wollte, und während sie das nicht mit sich machen ließ, fühlte ich mich trotzdem stark – mit Jack Beauregard als Soundtrack. Wie das Leben so spielt, sind wir in dieser neuen Stadt tatsächlich Freunde geworden. Und jetzt sitze ich hier mit der Chance, meine Freundschaft zu beweisen, indem ich das neue Album der beiden, „The Magazines You Read“, mit den schönsten Worten beschreibe, die ich habe. Dummerweise denke ich, dass Daniel und Pär das selbst viel besser könnten, denn einer der Gründe, weshalb ich ihre Musik so liebe, ist ihre Mühelosigkeit: Nichts biedert sich an, alles ist so elegant und gleitet wie selbstverständlich von Einem ins Andere, bis man wirklich denkt, das Leben wäre einfach. Dabei ist nichts einfach. Das wissen auch Jack Beauregard. Und so erzählt „The Magazines You Read“ von dieser hämmernden Idee, man könnte vielleicht irgendwann einmal verstehen, wer man ist. Am besten durch einen Seelenverwandten, der einem die Welt erklärt, alle nagenden Fragen wegstreichelt und bei dem man das Zweifeln verlernt.

Doch niemand schafft das. Nicht das Mädchen, das sich all seine Antworten aus Zeitschriften zieht („All These Tears“), nicht dein Gegenüber, das nur durch die Augen verrät, wie leblos es sich fühlt („Gold Mine“) und auch nicht dieser wunderbar verschrobene Mensch neben dir, zu dessen Zähneknirschen es sich nachts so schön tanzen lässt („Lullaby“).

Es ist ein Album über den Moment kurz vorm Einschlafen, in dem es sich anfühlt, als wäre alles klar. Und doch ist nichts klar, denn: Es ist auch ein Album über die Liebe. Ein mit Liebe gemachtes Album über die Liebe.

Daniel und Pär haben es selbst produziert. Sie haben dafür gesorgt, dass es mit dir all das macht, was dich lebendig werden lässt. Zu „Hollywood“ willst du tanzen, bis dir egal ist, ob jemand kuckt, bei „YouOrMyGtr“ startest du mit gebrochenem Herzen am Boden, aber am Ende fliegst du davon, und zur ersten Single „You Drew A Line“ wünschst du dir nichts sehnlicher als unglücklich verliebt zu sein, weil sich selbst das mit Jack Beauregard so schön anfühlt.

Dass sie manchmal auch für andere Künstler schreiben (ja, zum Beispiel für Lena), zeigt nicht nur, dass sie unglaublich viel zu geben haben. Es beweist es auch: Die Menschen empfinden ihre Lieder als Geschenk. Und das macht mich so froh!

Raffaela Jungbauer

Einlass ab 20h



Di 14.06.11 |  Organisatorisches 

MITGLIEDERTREFFEN

Das Treffen bietet die Möglichkeit, Vorschläge einzubringen, Veranstaltungen zu organisieren, sich über Vergangenes und Zukünftiges auszutauschen, einfach zu quatschen und die anderen Mitglieder mit all ihren Interessen und Fähigkeiten (noch näher) kennenzulernen und sich selbst vorzustellen.



So 12.06.11 |  KUNST: Malerei 

Vernissage: Mots interdit

Das deutsch-französische Künstlerduo Albrecht & Kadel arbeitet seit 2008 zusammen. Gemeinsam realisierten Corinne Albrecht aus Strasbourg und Klaus Kadel aus dem pfälzischen Pirmasens Projekte im Dada-Museum „Cabaret Voltaire“ in Zürich, im Museum „Würth“ in Künzelsau und in der „Pfalzgalerie“ in Kaiserslautern. Das Duo entwickelte verschiedene Serien in den Bereichen Zeichnung, Malerei und Installation.



Im KOHI zu sehen sind Zeichnungen der Serie „Verbotene Wörter/Mots interdit“. Sie erzählen von Liebe, der deutsch-französischen Geschichte und Freundschaft, die keine Grenzen kennt.





Sa 11.06.11 |  Sehenswertes 

Play - Pause - Eject

Szenische Lesung mit Band von Katrin Fischer

Lucie, Carlos und Ina sind drei befreundete Stadtmenschen Ende 20. Sie haben keine großen Macken und keine ausgeprägten Talente. Ihr einziges Problem ist, dass sie sie sich extrem un-urban fühlen und dazu noch von einer ausgeprägten Sehnsucht nach den analogen 80er Jahren getrieben werden.

Lucie ist der Kopfmensch, der unablässig Gedanken und Einschätzungen über sich und andere wiedergibt. Carlos ist ihr bester Freund, sehr gefühlsorientiert und sprachlich eher direkt.

Ina spricht nicht, neigt zu unbeabsichtigten körperlichen Verletzungen und ist dazu noch heimlich in Carlos verliebt. Parallel zu Lucies, Carlos' und Inas Leben verläuft die Ehekrise der Müller-Lankes, ihreszeichens gut situiertes modernes Großstadtpaar. Thomas Müller-Lanke ist Lucies Vermieter und Carlos verliebt sich beim Speed-Dating in Frau Müller-Lanke, mit der er eine Affäre beginnt.

Lucie, Ina und Carlos schlagen sich durch unspektakuläre und doch nervenzerreissende Tage im Kampf mit Museumswächtern, Speed-Datern, QVC-Puppenverkäuferinnen und den Menschen, die sie zu lieben glauben. Am Schluss entschließen sich alle drei zu einer für ihre Verhältnisse mutigen Aktion und versuchen, ihre alten, ausgeleierten Lebenskassetten ein für alle mal auszuwerfen.

Mit Katrin Fischer, Sonja Weis, Marc Becker und Jürgen Burg.



Mi 08.06.11 |  Musikalisches 

Jazzreihe: Opposites Attract

Claus Kiesselbach (Vibraphon) & Christian Ammann (Bass)

"Gegensätze ziehen sich an", dieses Sprichwort könnte man auch über die beiden Instrumente Kontrabass und Vibraphon äussern: Holz mit seinem dunklen, warmen Timbre trifft auf hell klingendes Metall, und die Kombination ergibt einen wunderschön klaren akustischen Klang, der das komplette Frequenzspektrum abdeckt. Genau diese Mischung macht den besonderen Reiz dieser Duokonstellation aus.

Als Vorbilder könnte man etwa den Vibraphonisten Gary Burton und den Bassisten Steve Swallow nennen, die in den siebziger Jahren ein erfolreiches Duett bildeten. Doch Christian Ammann an Kontra- und E-Bass und der Vibraphonist Claus Kiesselbach, die sich während ihres gemeinsamen Studiums an der Mannheimer Musikhochschule kennen und schätzen lernten und nun schon seit zehn Jahren gemeinsame musikalische Wege gehen, wollen nicht in der Tradition verhaftet bleiben. Dementsprechend findet man im Repertoire von „Opposites Attract“ nicht nur Jazzstandards, sondern vor Allem eigens für diese Besetzung arrangierte Eigenkompositionen und moderne Klassiker. Diese bestechen besonders durch intensive kammermusikalische Momente und Augenblicke der Ruhe und ergeben in Verbindung mit unbändiger Spielfreude und jazziger Improvisation eine spannende Mixtur

Einlass ab 19h



Mo 06.06.11 |  Literarisches 

Lesung Süd: Alina Bronsky + Der Fischer und seine Frau

Literarische Gesellschaft goes KOHI

LESUNG SÜD

Alina Bronsky präsentiert „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“

„Sätze wie ansatzlose Aufwärtshaken“ (Welt am Sonntag“)

Was klingt wie ein überflüssiges Kochbuch ist ein aberwitziger Roman mit viel russischer Seele und scharfzüngiger Schreibe, voller absurder Momente und skurriler Charaktere. Eine starke Sogwirkung entfaltet Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche. Das liegt auch daran, dass Alina Bronsky das gängige Bild der lieben Großmutter unterminiert. Am Anfang tut Rosalinda alles, um nicht Großmutter zu werden: Im Jahr 1978 ist sie wild entschlossen, die Schwangerschaft ihrer viel zu jungen und viel zu dummen Tochter Sulfia zu beenden. Doch das misslingt, und sobald Aminat auf der Welt ist, entbrennt ein rücksichtsloser, grotesk-komischer Kampf um sie. Frech, rabiat, unkonventionell und amüsant beschreibt Alina Bronsky wie Rosalinda ihre Umgebung in eisernem Griff hält, Tochter, Mann und Schwiegersöhne tyrannisiert, es dabei gut meint, alle und jeden für lebensunfähig hält und sich dabei selbst heillos überschätzt. Alina Bronsky lässt ihre radikale, selbstverliebte und komische Hauptfigur die Geschichte dreier Frauen erzählen, die unfreiwillig und unzertrennlich miteinander verbunden sind – in einem Ton, der unwiderstehlich ist. Durch drei Jahrzehnte und diverse Schicksalsschläge führt sie die ungleichen Frauen, und der Leser folgt ihr atemlos.

Alina Bronsky, geboren 1978 in Jekaterinburg/Russland, verbrachte ihre Kindheit auf der asiatischen Seite des Ural-Gebirges und ihre Jugend in Marburg und Darmstadt. Nach abgebrochenem Medizinstudium arbeitete sie als Texterin und Redakteurin. Ihr Debütroman Scherbenpark erregte großes öffentliches Interesse. Sie lebt in Frankfurt.

Im Anschluss an die Lesung gibt es Funk und Soul zum Hören und Tanzen. Eine Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft und der Stephanus-Buchhandlung.

Der Fischer und seine Frau

Georg Lenz und Angela Wagner sind zusammen das Singer/Songwriter Duo Der Fischer und seine Frau. Seit ca 2 Jahren bringen die beiden ihre Gefühle und Gedanken zusammen in eigene Lieder (Georg: Gitarre und Musik, Angela: Gesang und Text)



So 05.06.11 |  Sehenswertes 

Finissage Joachim Scherer, Jetzt oder Nie

Ein visueller Rückblick in Schmerz und Glück. Die Leckerbissen aus dem Archiv eines Menschen der schwer wegwerfen kann, gerne Augenblicke festhält und Schätze sammelt.

50 Jahre vor und hinter der Kamera.

Wie schon bei der Ausstellung „Die weiße Badewanne“ vor drei Jahren, wird der Künstler und Fotograf wieder als Artist in Residence seinen Arbeitsplatz in’s KoHi verlegen und dort die Ausstellung entstehen lassen. Neben Fotos in Schwarz-weiß und Color, werden die bezaubernd systemkritischen „magpie“ Fundkunst-Objekte zu sehen sein.



Sa 04.06.11 |  Musikalisches 

Open Stage

Offene Bühne im kleinen Rahmen mit Minimalverstärkung.

Man weiß nie genau, was passieren wird. Jeder, der gerade Lust hat oder neue Nummern ausprobieren möchte, kann etwas vortragen. Und vielleicht entwickelt sich eine Jamsession? Für Musikbeiträge stehen Verstärker, Gitarre, Bass, Mikro und Minischlagzeug vor Ort zur Verfügung - bitte auch eigene Instrumente mitbringen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ihr sprecht Euch untereinander ab, wer drankommt, und lasst dann der Musik freien Lauf. Orientalische Klänge, Jazz, Rock - der stilistischen Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Du kannst das Publikum aber auch mit Beiträgen überraschen, deren Schwerpunkt nicht im Bereich der Musik liegt. .



Fr 03.06.11 |  Musikalisches 

Song Slam

Musikalischer Wettbewerb

Ein akustischer Ringkampf der Extraklasse! Erlaubt sind nur eigene Songs (Text und Musik), keine Cover! Alle Instrumente sind zugelassen - auch Loop Stations! Die Länge eines Liedes sollte 7 Minuten nicht überschreiten. Der KOHI-Moderator - im tiefsten Inneren seines Herzens Schutzpatron aller nervösen Teilnehmer (denn er macht selbst auch Musik) - kommentiert, lobt oder bespöttelt die Performances. Und er lässt das Publikum abstimmen. Kannst Du es überzeugen? Der Sieg will verdient sein - schaffst Du es ins Finale, ist Deine besondere Kreativität gefragt... Spannung und Unterhaltung sind garantiert!

Du möchtest auch bei uns auftreten? Melde Dich im KOHI an! Komm vorbei oder nimm mit uns Kontakt auf: songslam@kohi.de.



So 29.05.11 |  Musikalisches 

Zeca de Oliveira „BASS-SHUTTLE“

Powered by GLOCKENKLANG

WORKSHOP für 4 bis 7 Saiter-Bassisten.

Technik: rechte-linke Hand

Grundlagen: Akkorde / Tonleitern / Arpeggien

Begleitung: Akkorde / Single Notes / Rhythm Patterns

Improvisation: Pentatonik bis alterierte Scales

Theorie: bis ins Detail „praktisch“ erklärt

Erwünschte Vorkenntnisse:

Grundtöne auf der E und A Saite

Einfache Dur und Molltonleiter

Anmeldung unter: zeca-bass@gmx.de

Info Videoclips: http://de.myspace.com/zeca-bass



. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .