KOHI-KULTURRAUM | ARCHIV DER VERANSTALTUNGEN SEIT JUNI 2007

ARCHIV der EVENTS bei KOHI


Rückschau

So 26.11.17 |  Sehenswertes 

Finissage "Andromeda de Mola"

Mit Performance "ZuckerWattVerWunderung" von Robert Freitag (De-Karlsruhe)

Zuckerwatte duftet den Kohi-Besuchern heute entgegen. Wolkig-fluffig schwebt die Installation "CANDY LuFtschLOSS" unter der Decke. Die zuckrige Wolkenkonstruktion wird den "Verlauf" der Vernissage im wörtlichen Sinn ausmachen, indem die Zuckermasse anfängt zu reißen und auf den Boden zu tropfen.

Mit ihrer Malerei spricht Evelyn Taylor-Kopp unsere Wahrnehmung über den bloßen Sehsinn hinausgehend an. Die Künstlerin arbeitet mit Wachs, das sie auf Rohspanplatten gießt und spachtelt, um dann in die Farbmasse hineinzuritzen, die Oberfläche zu verletzen und mit Einlegearbeiten aus Knete zu füllen. In den Hintergründen entdecken wir Collageelemente, Buntstiftzeichnungen und Lack-, Öl- oder Acrylfarbe, Stempel und ins Holz eingebrannte Linien. Die vordergründige Leichtigkeit und Verspieltheit machen es den Betrachtern leicht, mit Spaß in die Bilder einzutauchen, ohne dafür die inhaltlichen Hintergründe kennen zu müssen.



Sa 25.11.17 |  Musikalisches 

HOLYGRAM

ACHTUNG: Der Sänger von BLEIB MODERN musste wegen Magenkrämpfen ins Krankenhaus- die Band spielt leider heute nicht, dafür spielt HOLYGRAM ein längeres Set auf das wir uns sehr freuen!

Dark-Postwave (De-Köln) Einlass 20h

http://www.youtube.com/watch?v=4jhEQpmeJZk http://www.youtube.com/watch?v=hpS03-eBvzU

Kein Gramm zuviel der Nostalgie – diese Nebelmusik von Holygram ist zwar eindeutig vom Dark Wave und Post Punk der 80er und 90er inspiriert, aber keine billige Kopie – sie spricht intensiv und direkt deine Hormone an. Trippig, wavig, schön, tanzbar und aus Köln. Im Bewerbungsschreiben ist die Rede von "industriellem Krautrock", das lassen wir mal so stehen. Ordentlich psychedelisch ist das. Wavig, ja, aber kein Retro. Brian Eno könnte es gefallen, und dann wären sie die nächsten Coldplay, wer weiß?! Aber eigentlich sind sie die Kinder von Depeche Mode und den Psychedelic Furs, bloß mit mehr Gitarren.



Fr 24.11.17 |  Literarisches 

KOHI Poetry Slam #125

KOHI-Slam, das ist postmoderne Sprachkultur und Kult, seit Juni 2007 an jedem letzten Freitag im Monat. 8-12 Poetinnen und Poeten treten mit selbstgeschriebenen Texten gegeneinander an. Ob Rap, Lyrik, Prosa, Dada-Gedicht oder Mundart – geschrien, geflüstert oder einfach nur vorgelesen. Beim Bühnenwettkampf um die Gunst des Publikums, das den Sieger des Abends bestimmt, ist alles erlaubt, was sich mit Wort und Sprache performen lässt.

Mitmachen kann jeder, der sich traut und rechtzeitig anmeldet: poetryslam@kohi.de

Am Veranstaltungsabend gibt es noch die Möglichkeit, einen der 2 Startplätze für Kurzentschlossene zu ergattern.

Einlass ab 20 Uhr

letzte Anmeldung vor 20:30 Uhr



Mi 22.11.17 |  Musikalisches 

THE UNDERGROUND YOUTH

Postwave (Gb-Manchester) Einlass 19h

http://www.youtube.com/watch?v=r-GN1ibonvE

http://de.wikipedia.org/wiki/The_Underground_Youth

Craig Dyer, Frontmann von The Underground Youth, beschreibt seine Auftritte gerne mal so: "Bei uns gibt es den ganzen Horror mit Geschichten von schrecklichen Shows, zerbrechenden Gitarren, versehentlich umgetretenen Drums, kippenden Monitoren, Meinungsverschiedenheiten auf der Bühne und reißenden Saiten." Klingt nach explosiver Show, ist es auch. Seit 2008 sind die vier Briten eine Institution in Sachen Postpunk, Gothic und schrammeligem Garagenrock. Wer den Mix aus psychedelischem Gewaber und deftigem Krach hört, mag kaum glauben, dass die Stücke nicht in einer zugigen Garage, sondern im Berliner Wohnzimmer der Dyers entstehen.



Mo 20.11.17 |  Musikalisches 

SCHMIEDS PULS

Alternative Pop (Wien) Einlass 19:30h

Wer vermeint, er/sie hätte den in seiner/ihrer Lebenserfahrung für SongwriterInnen mit akustischen Gitarren vorgesehenen Platz eh schon gefüllt, macht einen furchtbaren Fehler: Erst noch Mira Lu Kovacs alias Schmieds Puls gehört haben, dann möglicherweise sterben. Was diese Frau aus ihren beiden Instrumenten, sowohl ihrer virtuos wandelbaren Stimme als auch ihrer mit klassischer Fingertechnik gezupften akustischen Gitarre herauszuholen versteht, ist auf die ruhigste vorstellbare Weise spektakulär. (Robert Rotifer, Radio FM4)

2013 veröffentlichte die Wiener Songschreiberin mit ihrem Trio das Debutalbum “Play Dead” auf dem Label Jazzwerkstatt Records. Seit Ende 2015 tourt sie mit dem Folgealbum “I Care A Little Less About Everything Now”, welches auf Seayou Records erschienen ist.



Sa 18.11.17 |  Sehenswertes 

Magic Marshmallows: Magic Monsters

Improtheater (De-Karlsruhe) Einlass 20h

Halloween ist vorbei, die Geister, Monster und Kreaturen in Ihre Schranken verwiesen und Ruhe ist wieder eingekehrt.

Ist es wirklich so? Sind es nicht gerade die Monster der Alltags, welche stets für Spannung sorgen? Der Chef, welcher den Raum schlechtgelaunt betritt, die Nummer, die beim Amt gezogen die Wartezeit in unerträgliche Längen zieht, das irritierende Knarren einer Tür oder eine geisterhafte Stimme in der Ferne.

Heute Abend dreht sich alles um Übersinnlich-Alltägliches. Nach euren Wünschen werden Geschichten improvisiert, Fälle aufgeklärt, ins Jenseits gesehen und euren Ängsten auf der Bühne Gestalt gegeben. Ob ihr sie besiegt? Wir werden es sehen...



Fr 17.11.17 |  Musikalisches 

Mongolians Revival Band + Apach-o-matic

LoFi-Garage (De-Karlsruhe) + Surf (De-Mannheim) Einlass 20h

http://www.youtube.com/watch?v=-41FOSeX4x4

Die Mongolians mögen kaputten Soul im Popsong-Gewand, kreuzen klassischen R&B mit Gospel & rotzigem Punk und tragen alles mit einer ordentlichen Portion Rauheit, Kauzigkeit, Unbedarft- und Unbekümmertheit vor. Sie bauen Drei-Klang-Gesangsharmonien und muten wie ein Beach-Boys-Albtraum in einem verdrehten Paralleluniversum an. Stücke entwickeln sich als Abwärtsspirale und kippen plötzlich in einen holpernden Garage-Swing um. Dann gibt es 60ties Punk-Stomper, die einem die Beine kitzeln, und trotzdem schwingt diese nöhlende Schrägheit immer mit. Viel Melodie, Krach, Enthusiasmus und verschluckte Gesangsmikrofone!

Mannheim liegt verdammt weit vom Meer entfernt, vor allem von dem Meer, das man mit Pipelines, Reef-Breaks und Wipe-Outs assoziiert. Daher ging die Suffkapelle (oops, Surf muss das natürlich heißen) Apach-o-matic neue Wege und zeigte auf einem Konzertplakat einen Hipster-Bär in Rage. Die alten Herren, die allesamt ordentlich Punkrock-Urgestein-Credibility haben, treten nämlich an, den jungen, hornbrillten Waldtierliebhabern (Fuchs, Eule, Bär –- you name it) zu zeigen, was ein ordentlicher Federhall ist! Mit Songs wie "A Hard Surf's Night", "Here Comes the Surf" oder "Norwegian Surf", die bereits die Beatles vor Neid erblassen ließen, wollen sie eure Hüften zum Kreisen bringen. http://facebook.com/apachomatic/



Do 16.11.17 |  Musikalisches 

rant

Experimental (De-Berlin) Einlass 19:30h

Eins und eins ergibt immer noch zwei, und genau das sind rant: ein Duo. Seit 14 Jahren spielen Merle Bennett und Torsten Papenheim nun zusammen. Gemeinsam haben sie die Grenzen des Duospiels in alle Himmelsrichtungen ausgereizt und sind auch weiterhin auf der Suche nach neuen Möglichkeiten und Wegen, ihre charakteristische Klangsprache zu erweitern. Auch in Minimalbesetzung schaffen die beiden die Balance zwischen Präzision und Verspieltheit, Groove und Gehen-Lassen, Geräusch und Song. Dabei kann man auch schon mal vergessen, dass da nur zwei Personen auf der Bühne stehen. Bild: Julia Hertaeg



Di 14.11.17 |  Organisatorisches 

KOHI "Einfach So"

Ganz ohne besonderen Anlass öffnen wir einmal im Monat unsere Pforten zum Plausch am Abend.



Mo 13.11.17 |  Literarisches 

Tobias Bamborschke - "Mir platzt der Kotzkragen"

"Gedichte, Gedanken und Spelunken“ Einlass 19:30h

Tobias Bamborschke macht Musik mit Isolation Berlin. Wer die Band kennt (und das sind nicht wenige!) weiß, daß hier mit großer Genauigkeit Bilder entworfen werden wie man sie auch in der Literatur nicht oft findet, da singt Bamborschke unverbraucht und klug und ohne Distanz zu einer Welt, die es ihm nicht leicht macht.

2008 studiert er Schauspiel am Europäischen Theaterinstitut in Berlin, was ohne weitere Folgen bleibt, da er noch währenddessen Max Bauer kennenlernt und mit diesem die gemeinsame Band Isolation Berlin gründet, die seither hohen Zuspruch für ihr kreatives Schaffen und Aufmerksamkeit für seine Texte erhalten.

Als Autor ist Bamborschke wahrscheinlich beeinflusst durch Werke von Autoren wie Kaleko, Eichendorff, Rilke, Lasker-Schüler und Hesse, aber wer weiß das schon und was heißt das schon! Er scheint keiner von denen zu sein, die anderen nacheifern. Er schlägt sich seinen eigenen Weg durch den Dschungel der Kunst, und wenn der direkt neben der Autobahn parallel dazu verläuft, dann ist ihm das offensichtlich und zu Recht egal!

Bamborschke beherrscht als immer am Abgrund balancierende Rampensau die Kunst, als Autor den Leser und als Lesender die Zuhörer durch seine Gedichte, Gedanken und Spelunken in den Bann zu ziehen. Bamborschkes Gedichte und Kurzgeschichten sind eine Orgie aus Zerbrechlichkeit, Sehnsucht und Befriedigung, Hass, Trauer, Liebe, Leiden – der Schwermut des eigenen Ichs. Der 29-jährige schafft es mit einer fast schon unheimlichen Leichtigkeit, den Leser in seine gedanklichen Abgründe mitzunehmen und die Verbildlichungen der Momente des Alltags durch die Augen eines nach Glück ringenden Ichs zu mitzuerleben.

Bild: Noel Richter



. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .