KOHI-KULTURRAUM | ARCHIV DER VERANSTALTUNGEN SEIT JUNI 2007

ARCHIV der EVENTS bei KOHI


Rückschau

Sa 09.05.15 |  Musikalisches 

She Makes War (Bristol) + Analogpatternrobots (KA)

Britische Singer/Songwriterin trifft auf einheimischen Weltraumfuzz

She Makes War ist das Düster-Pop-Soloprojekt der Multiinstrumentalistin, Filmemacherin und digitalen "Univeralgelehrten" Laura Kidd.

Die pazifistische Naturgewalt mit Punk-Spirit und ernsthaftem Arbeitsethos hat eine friedliche, aber provokative Botschaft -- sie will ihre Songs mit der Welt teilen, auf Augenhöhe mit allen, die Musik ebenso lieben wie sie. Als Ein-Frau-Kapelle kreiert sie aus dreckigen E-Gitarrensounds, beklemmenden Vocal-Loops, Ukulele, Trommel, Fußperkussion und Megaphon atemberaubend ehrliche Musik. http://www.youtube.com/watch?v=5w-utqTYpeo http://www.youtube.com/watch?v=Q5hzO-s2LA4

Kenner wissen: Es braucht nur einen Disco-Beat ein gutes Riff und die Überzeugung, es zu spielen. Kenner wissen auch: Weniger ist mehr, und ein Trio ist für die reine Lehre bereits zu viel. Wie hieß es früher? Ein guter Song kommt auch mit nur einer Akustikgitarre gut. Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Seit Analog Pattern Robots steht immerhin fest: Ein guter Song kommt auch nur mit Drums und obskuren Gitarren gut. Das, was woanders als Essenz gilt - nämlich der Bass - wird hier im Vorbeigehen bedient. Für Bass braucht man keinen Bass!

http://analogpatternrobots.de http://www.youtube.com/watch?v=zdmmMqc4B0Q



Sa 09.05.15 |  Sehenswertes 

Song of the West- New Mexico Art Festival

New Mexico bezeichnet sich als "Land der Verzauberung", die Hauptstadt Santa Fe ist eine der Kunstmetropolen der USA. Nüchtern betracht ist New Mexico der fünftgrößte US-Bundesstaat. Er ist zwar dünn besiedelt, die Bevölkerung wächst aber rasant - nicht zuletzt aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung. Das bringt Probleme mit sich. Denn ökologisch ist das sehr trockene, hoch gelegene Land sehr empfindlich. Müll verrottet zum Beispiel unter den wüstenähnlichen Bedingungen so gut wie gar nicht. Historisch ist New Mexico geprägt von einer reichen, immer noch präsenten indianischen und hispanischen Geschichte. Wobei fast zehn Prozent der Einwohner deutscher Abstammung sind. Diese und andere Aspekte greifen die Arbeiten der acht Künstler auf, die im KOHI gezeigt werden. Der Navajo Tony Abeyta (Santa Fe) und Roseta Santiago setzen sich in ihrer Malerei mit der indianischen Kultur auseinander. Cynthia Cook (Albuquerque, Metallobjekte) und Matt Thomas (Taos, Collagen) recyclen vorgefundene Materialien auf bisher nicht gesehene Art und Weise. Erin Currier, Anthony Hassett (beide Santa Fe) und Jim & Kristen Vogel (Dixon) stellen den suchenden und arbeitenden Menschen in den Mittelpunkt ihrer Zeichnungen, Bilder und Collagen. Die Bildhauer Arthur & Bernadette Lopez (Taos) haben das hispanische Genre der Heiligen-Schnitzerei zu einer politischen Ausdrucksform weiter entwickelt. Bei der Vernissage werden Currier, Cook und Hassett die Arbeiten und die Künstler vorstellen.

http://www.tonyabeyta.com http://www.rosetasantiago.com http://www.jmatthewthomas.com http://www.erincurrierfineart.com http://www.anthonyhassett.com http://www.artlopezart.com



Fr 08.05.15 |  Musikalisches 

And The Wiremen (Avantpop,Jazz - Brooklyn)

http://andthewiremen.bandcamp.com/album/and-the-wiremen

http://www.facebook.com/andthewiremen http://www.youtube.com/watch?v=u33Pn5ih8b4 http://www.youtube.com/watch?v=agTEOKrf_k4

And The Wiremen ist die aus Brooklyn stammende Band um Singer Songwriter und Multiinstrumentalisten Lynn Wright.

Zu seinem Ensemble gehören außerdem: Paul Watson (Ex-Sparklehorse) - Trompete --- Tony Maimone (Pere Ubu) - Bass --- Jon Petrow (Cloudroom) - Gitarre --- Simon Goff - Geige

Die Songs der Band bewegen sich irgendwo zwischen Jazz, Avant-Pop und Blues. Wrights Texte sind mal lustig, mal ernst, aber immer anspruchsvoll; durchzogen von eingehenden Einzeilern und Passagen, die an Film Noir erinnern. Hinzu kommt die Erfahrung, der Einfallsreichtum und das Handwerk, was all diese Musiker mit sich bringen und was durch ihre kollektive Bereitschaft, jeglichen Genres zu trotzen, nur noch beflüglelt wird.



Do 07.05.15 |  Musikalisches 

Dad Horse Experience (Kellergospel)

"Selten klang weißer Gospel so wahrhaftig und bizarr zugleich, nie waren Country, Punk und echte Himmelfahrt so sehr eins wie bei der Dad Horse Experience.

Manche Dinge brauchen ihre Zeit: Erst mit 40 Jahren begann Dad Horse Ottn auf einem geschenkten Tenorbanjo Musik zu machen, beseelt davon, seiner spirituellen Suche einen Klang zu geben. Hawkwind, Washington Phillips und Johnny Cash gaben ihm Geleit. Ottn selbst singt und klingt dabei eher wie ein Hank Williams, der nicht schon vor seinem 30. Geburtstag auf dem Rücksitz seines Wagens an einer Überdosis starb. Wobei auch das nicht auszuschließen gewesen wäre...

Seitdem zieht Dad Horse Ottn sein Ding durch. Zum Banjo kamen noch Basspedal und Kazoo. Auf diesem Instrumentarium hat er sich inzwischen eine Qualität erarbeitet, die umstandslos Gänsehaut erzeugen kann. Er selbst nennt seine Musik "Keller-Gospel", andere sprechen von "Dark Roots" oder "Underground Gospel". In der rudimentären Begleitung seiner Songs, in der Klage seines Gesangs schwingt die spartanische Intensität des weißen Folk aus den Appalachen mit. Seine Lyrik verhandelt inbrünstig die sengende Selbstkritik der gequälten Sünderseele, nicht ohne regelmässig einen kräftigen Schluck aus der Pulle abgründigen Humors zu nehmen. Und doch meint der Mann es am Ende todernst, wenn er fleht: "Lord Must Fix My Soul - Turn The Shit Into Gold."

Inzwischen erfreut sich die Dad Horse Experience internationaler Anerkennung und tourt regelmäßig durch Deutschland, Benelux, Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien und Portugal.

2008 erschien mit "Too Close To Heaven" das DHE-Debutalbum beim US-Label Devil's Ruin Records. Im selben Jahr folgte eine vom Bremer Label Fuego veröffentlichte EP mit Coversongs unter dem Titel "Modern Sounds In Country And Gospel Music", hinzu kamen diverse Beiträge zu verschiedenen Compilations aus dem Country-Underground. Beim bayerischen Label off label records erscheint seit 2009 eine 7"-Vinyl-Trilogie unter dem Motto "White On Black".

"Selten war traurig so lustig."

http://www.youtube.com/watch?v=EG6yYhcX6D8



Mo 04.05.15 |  Literarisches 

Lesung Süd: Dirk Laucke

„Der Underdog-Spezialist des deutschen Theaters.“ (Der Spiegel)

„Mit sozialistischem Grusz“ – Dirk Lauckes literarisches Debüt hat Herz, Hirn und Kodderschnauze


Hermann F. Odetski versteht die Welt und seinen Sohn nicht mehr. Was soll aus dem Jungen nur werden? Abitur und ABM! Vater Odetsk i steigt die Kellertreppe hinab, holt die alte Erika raus, obwohl der Anschla g der ß-Taste abgebrochen ist, und wendet sich per Brief an jemanden, der es wissen mu ss: Margot Honecker. Phillip Odetski, dieser Junge, soll seinem Vater ihre Adres se in Chile beschaffen, für was hat er denn dieses Internet. Phillip jedoch denkt g ar nicht daran, die Briefe abzuschicken, sondern beginnt, seinem Vater als Fra u Honecker zu antworten ... Als Dramatiker ist Dirk Laucke längst bekannt, als Romanautor wird er es jetzt werden. Sein Debüt Mit sozialistischem Grusz ist skurril, bitterkomisch und warmherzig. Dirk Laucke, geboren 1982, wuchs in Halle auf und l ebt in Berlin. Er studierte von 2004 bis 2008 im Studiengang Szenisches Schreiben a n der Universität der Künste Berlin (UdK). Seine Theaterstücke wurden vielfach a usgezeichnet und aufgeführt



So 03.05.15 |  Sehenswertes 

Tauschgeschäft

Das KOHI goes wieder Share Economy! Vermeide Müll und Kleidung, die unter elenden Bedingungen neu produziert wurde, und finde das, was Du Dir schon immer gewünscht hast, ... oder auch nicht! Bringe alles mit, womit Du nichts anfangen kannst: ausrangierte Kleider (gerne auch Männerkleidung), Schmuck, Bücher, Deko-Objekte, Bastelkram, Werkzeuge, Elektronik, und und und... Und nimm stattdessen einfach etwas anderes mit.

Regeln:

Jeder Besucher sollte etwas zum Tauschen mitbringen.

Alternativ kannst Du Kuchen oder Knabberzeug mitbringen zum Aufessen im KOHI.

Dinge, die Du mitgebracht hast und die keinen Abnehmer fanden, musst Du wieder mitnehmen.

Platzvergabe und Standaufbau von 16 bis 17 Uhr



Sa 02.05.15 |  Musikalisches 

Open Stage

Offene Bühne im kleinen Rahmen mit Minimalverstärkung. Egal wo Du herkommst – wenn Du Anschluss an die lokale Musikszene suchst, ist die Open Stage im KOHI nicht die schlechteste Adresse. Jeder, der gerade Lust hat oder neue Nummern ausprobieren möchte, kann etwas vortragen. Und vielleicht entwickelt sich eine Jamsession? Für Musikbeiträge stehen Verstärker, Gitarre, Bass, Mikro und Minischlagzeug vor Ort zur Verfügung – bitte auch eigene Instrumente mitbringen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ihr sprecht Euch untereinander ab, wer drankommt, und lasst dann der Musik freien Lauf. Orientalische Klänge, Jazz, Rock – der stilistischen Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt.



Fr 01.05.15 |  Musikalisches 

The Prisoners of Freedom (Eierlikörpop) + Hyphonics (Punkrock)

Völlig bescheuerter australischer LoFi-Trash-Country trifft auf Eierlikörpop der ganz seriösen Sorte, allerdings aus Germany...

so sollte es sein doch "Made for Chickens by Robots"
ist nach eigener Aussage tot ! es wird keine Konzerte und keine Tour mehr geben, das Kostüm ist wohl verbrannt und die kaputte Gitarre ist kaputt ! Nach dieser enttäuschenden Eilmeldung, darf es jetzt in Zukunft also nur noch heißen:

Prisoners of Freedom - Hier sind sie - und wir versprechen, von diesen 3 charmanten Herren werden Sie noch häufiger hören! Freuen Sie sich auf nie dagewesene Spezial-Emotionen, auf spontane Extra-Akkorde und auf sternenklaren Likör! Erleben sie die Band der Dreiviertelstunde! Trio und Die Ärzte treffen sich in den frühen 80er Jahren zu einem Schäferstündchen, bei welchem nicht weniger als die großen Themen der Zeit besprochen und größtenteils gelöst werden. "Dynamische Inkompetenz ist angesagt" http://www.youtube.com/watch?v=fqTZc7pH94Y

Gemäß dem Motto „Shut up’n’ Play” nehmen die zukünftigen Hyphonics das erste Mal im Jahre 2001 Tuchfühlung in einem muffligen Proberaum miteinander auf. Aus einer bierseligen „...laßt uns doch mal ’ne Session machen-Idee” heraus geboren, formierte sich die Band, die sich fortan regelmäßig einmal wöchentlich im Proberaum trifft, um bei Schimmelpilz, Bier und extremer Lautstärke Punkrock-Klassiker und neuerschaffenes Stromgitarrenliedgut zu zocken. Vielzählige Auftritte mit Bands wie den Toy Dolls, Turbostaat, Normahl, Steakknife, Spermbirds, The Duvals, oder Festvalgigs à la Holzrock (Schopfheim) oder dem 'Out of Hell' in Lahr stehen seitdem auf dem Hyphonics-Terminkalender. Nach dem selbst produzierten Album 'Pancakes & Pistols'aus dem Jahre 2009 nehmen die Hyphonics die Single 'Camping / Blown Into Pieces'im Jahre 2015 in Eigenregie auf, welche auf dem Kölner Label Rookie Records erschienen ist.

Fazit: Das Rad haben die Hyphonics mit Sicherheit nicht neu erfunden... aber mal abgesehen davon... welche Band, die sich dem Old-school Punkrock verschrieben hat, will das schon. Dafür stehen mit Sicherheit andere Dinge bei einer Hyphonics-Live-Show im Vordergrund: unbändige Spielfreude, Spaß, fette Gitarrenriffs, eine tighte Rhythmussektion und mitreißende Punkrockvocals... welcome to our show !

http://www.facebook.com/pages/Hyphonics/1437645553192367

http://www.hyphonics.de/intro.html



Do 30.04.15 |  Musikalisches 

Der Typ von Angelika Express

Solo Auftritt des Songwriter-Punks Robert Drakogiannakis

Das ist Poesie, das ist Weisheit, das hat Klasse. Deutsche Songs, die nicht auf die Charts schielen, nicht nur von Liebe und Herzschmerz handeln, sondern wirklich etwas zu sagen haben.”

• Musikexpress

Ist das noch Punk? Randale-Robert schmeichelt als Solobarde den Karlsruher Gehörgängen. Das KOHI bietet den idealen Rahmen für das ultimative Angelika-Songwriter Erlebnis.

Es wird auch Liedgut vom neuen Angelika-Album TANTENMASCHINE zu hören sein. Letzteres kann zu großen Teilen umsonst hier runtergelassen werden. http://www.angelika-express.de/tantenmaschine



Di 28.04.15 |  Musikalisches 

White Hills (Spacerock, USA) + outside (outside (outside))

http://www.youtube.com/watch?v=rGgZFMjBmQ4

Die ausgeprägte Produktivität des New Yorker Spacerock-Duos White Hills beschert uns mit schöner Regelmäßigkeit amtliche Genre-Leckerbissen. So fügen Dave W., der Herr an der Gitarre, und Ego Sensation, die Dame am Bass, ihrem umfangreichen Backkatalog auch 2012 einen weiteren logischen Baustein hinzu. “Frying On This Rock” nennt sich das gute Stück und bereits die ersten Takte des eröffnenden “Pads Of Light” machen unmissverständlich klar, wer hier am Werk ist. Der markante Gitarrensound und die manisch-hypnotischen, eher gesprochenen als gesungenen Vocals, lassen keinen Zweifel aufkommen. White Hills haben sich mit ihrem Mix aus Space Rock, Noise und Psychedelia in die Herzen vieler Liebhaber von fuzzgetränkten Gitarren und glühender Röhrenamps gespielt. In der Tradition solcher Helden wie Acid Mothers Temple oder Hawkwind kreuzen sie ihren Sound in geradezu überschäumender Intensität und Spielfreude mit dem experimentellen

Noise von Bands wie beispielsweise Boris.

outside (outside (outside)) - supporten mit pre-postrock from outside

so sagen sie - so wird es ! wow



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