KOHI-KULTURRAUM | ARCHIV DER VERANSTALTUNGEN SEIT JUNI 2007

ARCHIV der EVENTS bei KOHI


Rückschau

Do 04.12.14 |  Musikalisches 

Alexander Entzminger (Musikkabarett)

"ZWISCHEN MARX UND MORITZ."

Mit ausgefallenen Bildern und explosiven Spracheinfällen überrascht, begeistert und berührt Song-Poet Entzminger seine Fans seit Jahren. Intelligente Textilien, Verbundstoffe, Fukushima oder die Generation Praktikum-Entzminger steht "zwischen Marx und Moritz" und seine Lieder stecken voller spitzbübischer Gesellschaftskritik und originellem Wortwitz. Der "moderne Eulenspiegel" ist mittlerweile mit seinem dritten Programm auf kleinen wie großen Bühnen deutschlandweit ein willkommener Gast. Und nicht nur solo hat sich der Pfälzer Barde bewährt: Gemeinsame Gigs hatte er bereits mit der Bluessängerin Joy Fleming, dem Liedermacher Stephan Sulke, dem “Musik-Kasperett”-Duo “Zärtlichkeiten mit Freunden” und der bayrischen Kabarettistin Martina Schwarzmann. "Herrlich bissig", "Ein Naturtalent, das Humor und Tiefe kompetent zusammenbringt" so wird "der talentierte Wortspieler" von der Presse beschrieben.

Wer einmal ein Entzminger-Konzert besucht hat, weiß, dass die Präsenz von Mann und Musik schon nach den ersten Strophen einschlägt. Und weil er eben kein Sprachrohr sondern Dichter und Liedermacher ist, begeistert er ein Publikum vom Teenie bis zum Rentner. Zuhörer merken, wenn einer was zu sagen hat.

- Nachbarn & Punkmusik: http://www.youtube.com/watch?v=_lPli2iboEM - Design - von TCM nach WMF: http://www.youtube.com/watch?v=-7MkWFv1qQI - Abi '91 - Was macht eigentlich die Rebecca: http://www.youtube.com/watch?v=hxGkblP3o_c



Sa 29.11.14 |  Musikalisches 

Pancakes (Spacerock, Pforzheim)

Kerntonschall, das Indielabel aus dem Nordschwarzwald hat so manche illustre Bands aufgenommen. Man vergesse auch nicht den fantastischen Splitsampler "Ufos over Emmendingen". Aus diesem sorgfältig ausgewählten Kleinod, musikalischer Natur, kommen die Pancakes nun also auch auf uns zugeschwebt. Es wird wild ... und wunderbar entrückt !

Ein psychedelisch wuchernder Teppich aus Surf, Fuzz und Krautrock , dazu eine sehr eigenwillige Spielweise, gekrönt von einer exzellenten Stimme einer außergewöhnlichen Frontfrau. Das zeichnet The Pancakes aus, welche mit mitlerweile 5 hochgefragten (davon zwei ausverkauft!) diesen Planeten mit ihrer musikalischen Darbietung vom feinsten beglücken. Einmal Life gesehen wird man sie so schnell nicht wieder vergessen. cheerio!

http://soundcloud.com/kerntonschall/sets/the-pancakes/

http://www.myspace.com/pancakesplanet

http://www.kerntonschall.de/THEPANCAKES.html



Fr 28.11.14 |  Literarisches 

Poetry Slam

KOHI Slam, das ist postmoderne Sprachkultur und Kult im KOHI, seit Juni 2007 an jedem letzten Freitag im Monat.

8-12 Poetinnen und Poeten treten mit selbstgeschriebenen Texten gegeneinander an. Ob Rap, Lyrik, Prosa, Dada-Gedicht oder Mundart - geschrien, geflüstert oder einfach nur vorgelesen. Beim Bühnenwettkampf um die Gunst des Publikums, das den Sieger des Abend bestimmt, ist alles erlaubt, was sich mit Wort und Sprache performen lässt.

Mitmachen kann jeder, der sich traut und rechtzeitig anmeldet: poetryslam@kohi.de

Am Veranstaltungsabend gibt es noch die Möglichkeit einen der 2 Startplätze für Kurzentschlossene zu ergattern.



Mi 26.11.14 |  Musikalisches 

Jazzreihe: AERIE

http://www.youtube.com/watch?v=PIEklJddJyg

Aerie ist das Resultat einer neuen Zusammenarbeit der Saxophonisten Sam Comerford (Dublin) und Ingo Hipp (Luzern). Beide trafen sich zum ersten Mal im Sommer 2012 beim IASJ (International Association of Schools of Jazz) Meeting in Graz und fühlten sofort eine starke musikalische Verbindung. Mit diesem Projekt treffen die Musiker aus der Schweiz, Irland und Estland zusammen, arbeiten und spielen miteinander.

Sam und Ingo gehen sowohl beim spielen als auch beim schreiben unkonventionelle Wege. Mit ihren Kompositionen schaffen sie eine Plattform, die der Band und ihren Improvisationen Freiraum gibt.

Obwohl die Besetzung die eines typischen Jazz Quintetts ist (sax, sax, gitarre, bass, schlagzeug) werden die kliches des modernen Jazz vermieden und immer neue Wege gesucht bekannte Formen und Strukturen durch die besonderen Kompositionen und Spielweisen aufzulösen.



So 23.11.14 |  Sehenswertes 

Die Kohibris spielen "Na dann ... Nathan" 2te Premiere

„Nathan der Weise“ begeistert uns schon seit langem. Viele von uns finden die „Ringparabel“ sensationell. Schließlich, als wir mit dem „Tell“ in Wien waren und hörten, welchen fundamentalen Einfluss Lessings „Nathan“ auf die gesellschaftlichen Verhältnisse in dieser Stadt hatte, entschlossen wir uns, das Stück als Grundlage für unsere nächste Produktion zu wählen. Zusätzlich waren und sind wir sehr begeistert von der „zweiten Ebene“ die Albert Frank in sein Stück „tell Tell“ eingebaut hat, sodass wir dieses Konzept weiter benutzen wollen. So fanden wir auch rasch zum Titel unserer nächsten Produktion, der sich an „tell Tell“ anlehnt: „Na dann…Nathan“.

Andrea, die für den „Burnout – André“ im „tell Tell“ einsprang, will mit Heiner und Hannah weiter Theater machen. Sie wollen den Nathan spielen und holen auf Grund ihres Erfolgs mit dem „Tell“ zwei weiteren Schauspieler ins Ensemble: Hilmar und Henriette. Zu fünft entwickeln sie „Nathan der Weise“ von Lessing. Sie wollen jetzt endlich, wo André weg ist, ohne großartige Einführung ins Stück, ohne Erklärungen zu den Szenen, wie es André im Tell machte, klassisches Theater spielen. Das Stück beginnt also ambitioniert mit dem ersten Akt von „Nathan der Weise“. Im Zuschauerraum sitzt unerkannt André. Nach erfolgreicher Therapie seines Burnouts ist er wieder zurück. Er hat sich verändert, auf seinem Weg zur Heilung lernte er sich ganz neu kennen. Durch seine Erkrankung, der darauf folgenden Therapie bis hin zur Genesung scheint er einen neun Lösungsansatz gefunden zu haben, mit dem er sich und die Welt retten möchte: das Jetzt, die Präsenz im Augenblick, der lebendige, heilige Moment. Er hält es im Zuschauerraum nicht aus. Er möchte das Publikum, aber vor allem seine Kollegen auf der Bühne aufwecken. Er sieht, wie sie sich abmühen, das Publikum mit ihrem „Nathan-Spiel“ aber nicht erreichen - jedenfalls nicht so erreichen, dass sich dadurch etwas Wesentliches verändern wird. So unterbricht er das Stück am Anfang des 2. Akts. Andrea, Hannah und Heiner sind schockiert, sie wollen weiterspielen. Hilmar und Henriette sind irritiert – Wer ist das? Ein Verrückter? Sie kennen André ja nicht. Eine heftige Diskussion entzündet sich über Sinn- und Unsinn von Theater, über den Sinn des Lebens im Allgemeinen und schließlich darüber, an was jeder glaubt und warum er überhaupt Theatermachen will…

Nora Schuler: Henriette

Paulinus Burger: Hilmar

Rojda Arslan: Hannah

Gunnar Petring: Heiner

Lena Blauth: Andrea

Timo Bohlig: André



Sa 22.11.14 |  Musikalisches 

Neo Rodeo (Zigarettencountry,Freiburg) + Süssebeckers Softrockers (Slowpunk, Freiburg)

Hätten Rio Reiser und Johnny Cash zusammen eine Band gegründet, würde sie höchstwahrscheinlich so geklungen haben. Das Schlagzeug klappert, die Gitarre kratzt, und dazu singt eine Stimme so selbstbewusst, großmäulig und mit knochentrockenem Charme von den Abenteuern des Alltags, dass man sich unweigerlich vorstellen muss, wie diese Songs eines frühen Morgens in der Ausnüchterungszelle auf die Rückseite einer Zigarettenpackung geschrieben wurden.

Doch auch wenn die Band offensichtlich mit dem Western-Klischee spielt, ist sie in erster Linie ganz einfach eine Rockband mit außerordentlich guten Songs. Lieder wie "Meine Karriere und ich", "Milchmann" und "Nicht mehr ganz klar" zeigen eine Seite deutscher Rockmusik, auf die man lange warten musste. Geschichten, eingängige Melodien und eine große Portion Rock & Roll.

So sah das auch das Label Tapete Records aus Hamburg und schickte Neo Rodeo geradewegs in ein Studio, um ihr Debütalbum "Mein junges und sorgloses Herz" aufzunehmen. Und wenn sie darauf singen: "Ich hab mich heute selbst gefeuert und es war / Ein Sieg, ich ging gleich an der nächsten Ecke in die Bar / Meine Karriere und ich / Wir mögen uns nicht" wird schnell deutlich, dass mit Neo Rodeo ein erfrischendes Kontrastprogramm zum allgegenwärtigen Singer-Songwriter-Trend auf der Bildfläche erschienen ist.

http://www.youtube.com/watch?v=AbWJFz2Kpc http://www.youtube.com/watch?v=askGxku_y7M

http://www.neorodeo.de/

Süssebeckers Softrockers

Wenn man sich das Line-up unserer heutigen Gäste so anschaut könnte man meinen eine neue All-Star Combo ist geboren. Horst Willy Brüstle (ex-Chartbusters, ex-Flakes) hat sich die Gitarre wieder umgeschnallt, One-Eye Röttger (ex-Clubburgers, ex-Chartbusters, ex-Flakes) schwingt die Trommelstöcke und Stefan Süssebecker (ex-Clubburgers, ex-etliche andere) haben sich Fugi Slidin' Koch in ihre Mitte geholt und ihm einen Bass in die Hand gedrückt. Gemeinsam geben sie dem Begriff "oldschool" eine neue Bedeutung und schrammeln sich nicht durch etliche eigene Songs sondern auch durch vergangene Perlen von Sparklehorse über Countrygedöns bis Elvis P.



Sa 22.11.14 |  Literarisches 

Poetry Slam im Schloss

Poetry Slam@Schloss "Im Wald der Träume"



Ein Markgraf. Ein Wald. Ein Traum. – Der bislang 2. Poetry Slam im Karlsruher Schloss steht ganz im Zeichen des Karlsruher Stadtgründers Karl Wilhelm und seinem Traum von einer großen Residenz sowie einer eigenen Stadt. Unter dem Motto „Im Wald der Träume" stehen sich zehn erfolgreiche Slam-Poetinnen und -Poeten in einem mitreißenden, literarischen Wettstreit gegenüber und kämpfen mit Worten um die Gunst des Publikums. Und das vor außergewöhnlicher Kulisse – auf der Sonderausstellungsfläche des Badischen Landesmuseums, dem Schauplatz der Inszenierung „Karl Wilhelms Traum – Eine Phantasie“.



Mit dabei sind:

Aaron Schmitt (Braunschweig)

Dennis Schulz (Heidelberg)

Wehwalt Koslovsky (Berlin)

Markus Becherer (Kaiserslautern) Landesmeister Rheinland-Pfalz 2014

Linda Bockmeyer (Germersheim)

Marvin Ruppert (Marburg)

Böni (Pforzheim)

Nektarios Vlachopoulos (Mannheim)

Biggi Rohm (Heidelberg)



Musikalische Begleitung: Lukas Meister, Liedermacher aus Freiburg



Eintritt 8,- Euro

Tickets an der Museums- und Abendkasse

Tel.: 0721 / 926 6514

service@landesmuseum.de



Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Landesmuseum



Fr 21.11.14 |  Musikalisches 

U N S (Elektropunk, Berlin)

http://www.youtube.com/watch?v=tMnBUqap1e8

UNS sind ein Trio aus Berlins jüngster Indie-Historie: Kate Mosh, Petula, Siva - feinster Independent Adel. Schlagzeug, Gitarren und dickes Synthesizeruntenrum. Sie verbrennen schöne Harmonien, zeigen hysterisches Hampeln und feinste Rhythmusfreude und kreieren einen bizarren Diskobraten. Da tanzen Bois&Girls mit Air-, Mclusky- und Suicide-Stofftaschenträger gerne nebeneinander. und gleichzeitig voll "aggro" und immer tanzbar. Seit 2010 sind die die drei unterwegs und veröffentlichten EPs, spielen zahlreiche Shows und tauchen hier und da auf Festivals auf. Und haben sich mit dem Albumdebüt "Gegengift" (2014) dann doch Zeit gelassen. Alte DIY-Schule. Indie-Mentalität. Ewiger Geheimtipp. Angst vor der eigenen Macht.

UNS sind NDW ohne 80er. Sie sind Neonfarben statt Fehlfarben. Und doch stehen sie mit den legendären Fehlfarben auf der Bühne, was durchaus passt und wer das als Generationswechsel sehen will, ist herzlich eingeladen. Geschichte wird gemacht. Irgendwo müssen gute Laune und "Habt ihr noch Bock" und ein freundliches "dagegen sein" auch herkommen. Und wenn und weil die Antwor "Nein, aber" ist, haben sie alles richtig gemacht.

Ach ja, und Sven Väth ist kein Freund von mir.



Do 20.11.14 |  Musikalisches 

Jazzclub goes KOHI - Ronny Graupe: Spoom

Gitarre // Ronny Graupe

Bass // Jonas Westergaard

Schlagzeug // Christian Lillinger

Musik, die Bilder ausdrückt und vielfarbige Vorstellungen weckt, erzeugt Gitarrist Ronny Graupe mit seinem Trio, das gewitzt-virtuos um Themen wie Erde und Raum kreist und dabei betörend feine, flexible Töne findet. Als einen der originellsten Gitarristen der aktuellen Jazzszene stellte der Deutschlandfunk vor kurzem den 1979 in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) geborenen Musiker vor, dem er zugleich eine klangfarbenreiche Welt bescheinigte. Graupe, bekannt aus dem Jazz Kollektiv Berlin und Gruppen wie Hyperactive Kid, zeigt sich mit dem aktuellen Projekt Spoom als äußerst geistvoller Gitarren-Individualist und als Komponist substanzreicher Stücke. Spoom steht für eine sehr eigenständige Musik, die Graupe auf seiner siebensaitigen Gitarre hier mit Jonas Westergaard, Bass, und Christian Lillinger, Schlagzeug, macht, an der man sich sehr lange nicht satthört.



Di 18.11.14 |  Musikalisches 

RANT (Neue Musik, Berlin)

http://vimeo.com/56036241

Seit 2003 spielen Merle Bennett und Torsten Papenheim als rant zusammen. In ihren gemeinsam entwickelten Stücken loten rant die Möglichkeiten des Duospiels aus und kreieren in der Minimalbesetzung Gitarre und Schlagzeug ihre charakteristische Klangsprache. rant spielen eine Musik des Andeutens, Erweiterns und Verwerfens und jede ihrer Kompositionen beschreiben in ihrer Form und Klangfarbe ganz unmittelbar eine konkrete musikalische Welt.Das miteinander verzahnte Spiel von Papenheim und Bennett schafft eine Balance zwischen Präzision und Verspieltheit, Groove und Gehen-Lassen, Geräusch und Song. Die musikalische Entwicklung von rant lässt sich beim Hören ihrer 2004, 2006 und 2011 beim Berliner Label schraum erschienenen Alben seumsund / sundseum , airect sensuous pleasure und land ebenso nachvollziehen wie auf ihren Konzerten. Auf dem jüngsten rant-Album land hatten Bennett und Papenheim das Instrumentarium erstmals erweitert und somit Gitarre und Schlagzeug in völlig neue klangliche Zusammenhänge gestellt. In der ersten szenischen Arbeit uthlande gehen die Beiden noch einen Schritt weiter und ordnen in einer durchchoreographierten Bühnenmusik die instrumentale Aufgabenteilung neu: die Gitarre wird zum zweiten Perkussionsinstrument, Kassetten und MiniDiscs fungieren als Sampler, Kontaktmikrofone und Lautsprecher zoomen das Schlagzeug heran und verorten es neu. uthlande wurde im Januar 2013 in Berlin uraufgeführt und im Herbst gleichen Jahres in Köln, Essen, Wuppertal und Oberhausen gespielt. Aktuell arbeiten rant an ihrem vierten Album, auf dem Partien aus uthlande mit neuen Stücken kombiniert werden. Die jüngsten Kompositionen des Duos stellen abstraktere Klänge in den Vordergrund und verweben collagenhaft einzelne geräuschvolle Elemente, die u.a. von präparierter Gitarre und durch Kontaktmikrofon manipulierten Schlagzeugsounds geprägt sind.



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