KOHI-KULTURRAUM | ARCHIV DER VERANSTALTUNGEN SEIT JUNI 2007

ARCHIV der EVENTS bei KOHI


Rückschau

So 07.07.13 |  Musikalisches 

Premiere: Black Sea Blues

Was geschieht wenn im Rahmen eines workshops Musiker auf Literaten treffen und zusammen ein musikalisches Literaturwerk auf die Bühne bringen oder vieleicht auch ein literarisches Musikwerk ? Was in den letzten Tagen in unserem kleinen Verein, eifrig und fleissig, entwickelt, gespielt, geprobt und erfunden wurde, hat heute Abend seine erste Premiere.

Das zweitilige Bühnenwerk "Black Sea Blues" also, ein aus dem gleichnamigen workshop im KOHI Kulturraum entstandes Musikliteraturstück.



Teil 2 premiert am So, 14.07. 20h - genau in einer Woche !



Sa 06.07.13 |  Musikalisches 

Open Stage

Offene Bühne im kleinen Rahmen mit Minimalverstärkung. Man weiß nie genau, was passieren wird. Jeder, der gerade Lust hat oder neue Nummern ausprobieren möchte, kann etwas vortragen. Und vielleicht entwickelt sich eine Jamsession? Anmelden? Nein, anmelden muss man sich nicht!



Fr 05.07.13 |  Musikalisches 

SCHNAAK !

Die waren vor ein paar Jahren schonmal bei uns ... Jaja, warum haben wir das denn nicht mitbekommen, damals ? seltsam, seltsam... aber im Leben gibts manchmal solche Gespräche, aber es gibt auch zweite Chancen und darum:Wieder Herzlich Willkommen Schnaak !

Davon unbenommen: Der eigenwillige Sound der Band ist kaum zu beschreiben. Die Presseinfos versuchen das erste Album „women on ships are bad luck“ (2009) beispielsweise etwas hilflos mit “thunderous math/jazz/noise-jam” einzuordnen. Die zweite Platte „Wake up Colossus“ (2011) soll dazu im Gegensatz die Formate Rock, Afrobeat, Neuer Musik, mutiertem Hip Hop und Electronica kombinieren. Klar, das kann man so sagen. Aber ebenso nachvollziehbar wäre es, wenn es umgekehrt beschrieben würde. Oder eben ganz anders. Auffallend ist nur, dass die aktuelle EP “Cool Drink Town” – nicht zum Schaden der Band etwas eingängiger geraten ist. So oder so. Es gefällt.

http://cooldrinktown.bandcamp.com/album/cool-drink-town-ep



Mi 03.07.13 |  Musikalisches 

Jazzreihe: Bass N two

Bass ´n´ two ist ein kleines aber feines Jazz-Trio in der klassischen Besetzung mit Jürgen Miller am Saxophon, Matthias Hettel an der Gitarre und Holger Treß am Kontrabaß, allesamt langjährige Bekannte der Karlsruher Jazzszene. Lassen Sie sich überraschen, wie selbstverständlich sich Songs im Stile von Sting oder Paul Simon neben Kompositionen à la Pat Metheny oder John Coltrane einreihen. Bass ´n´ two hat dabei eine eigene Sprache entwickelt und überzeugt mit schlanken Arrangements und mitreißenden Improvisationen in einem kammermusikalischen Rahmen. Kommen Sie mit auf eine Reise und lassen Sie sich von der Spielfreude und Leichtigkeit dieser neuen Formation begeistern.



Mi 03.07.13 |  Organisatorisches 

Workshoptreffen - Projektvorstellung - Teilnehmerwauswahl

Heute beginnt bei uns der "Black Sea Blues" Musik und Poetry Workshop. Alle Musiker und Poeten sind herzlich eingeladen mitzumachen. Der Workshop ist kostenlos. Heute Abend Projektvorstellung und Teilnehmerauswahl. Kommt reichlich !!!

"BLACK SEA BLUES "-Jazz&Poetry -zwischen Ost und West.

Das international-interdisziplinäre Kunstprojekt sucht Euch zur Teilnahme an einem einzigartig-experimentellen Workshop sowie anschließender Premiere im Juli 2013!

Eingeladen zu unserer Talentschmiede sind alle Profis wie Amateure ab 18! Freidenker, Minne-Balladen-und sonstige Sänger, West- wie Osteuropäer, Jam- und Jazzer, insbesondere alle Poeten und Musiker aus den KOHI-Poetry und Musicslams: Bejubelte wie Beduselte, Anfänger wie Profis gleichermaßen willkommen!

Wir sprechen Deutsch, Englisch ... und Russisch! Gemeinsam werden wir Eure Poetry in Szene setzen, und sie in eine spannende Story packen. Von Basics aus Theaterspiel und Sprechkunst bühnentauglich verfeinert, mit Live-Musik jazzig-bluesig-folkloristisch umrahmt! Eure Talente sind gefragt! Mitzubringen: Eure Musikinstrumente, Kompositionen und selbstverfassten Texte, Experimentier-, Musizier-und Schauspiellust sowie Mut zum Auswendigsprechen, Vortragen und Zuhörenkönnen gleichermaßen.

Spielleitung und Regie: Markus Nieden, Künstler und Theaterpädagoge,Karlsruhe.

Teil 1 :"Black Sea Blues, Jazz &Poetry" open stage- Workshop für Alle!

Do, 04.07. - So, 07.07.

Donnerstag: 18h - 22h, Samstag und Sonntag 10h - 18h, Sonntag 20h: Premiere

Teil 2:" Black Sea Blues / Odessa Hotel Stories"

ausgewählte Teilnehmer! some lonely hotel guest's confessions, accompanied by rare musical scores...

Do, 11.07. - So,14.07.


Donnerstag: 18h - 22h, Samstag und Sonntag 10h - 18h, Sonntag 18h: Premiere

Beide Teile des workshops sind kostenlos! weitere infos u.Voranmeldung gerne unter workshop@kohi.de oder markusnieden@yahoo.com



Di 02.07.13 |  Musikalisches 

Billy Rückwärts (Akkustikpop, Köln)

Billy Rückwärts ist ein Liedermacher-Trio aus Köln das Dampf macht, aber auch durch Feinheit, Musikalität und den Mut zu leisen Tönen besticht. Freche Alltagspoesie, brilliante Texte über geplatzte Träume, das Verhältnis zum anderen Geschlecht und die Liebe zu seinem Fußballclub liebevoll arrangiert mit Bass, Gitarre, Geige, mehrstimmigem Gesang und gelegentlichem Klavier. Der Name der Band geht auf "Billy Rückwärts" zurück, der in den 20ern vermutlich relativ unbeachtet als Liedermacher tätig war. Zufällig entdeckten Malte Quarz und Sebastian Franzen 2005 Texte und Kompositionen von Maltes Urgroßvater auf dem Speicher des Quarzschen Elternhauses und entschieden daraufhin das Projekt "Billy Rückwärts" neu zu beleben. Seitdem spielen und schreiben sie selbst unter dem Namen, seit 2011 werden sie von Daniela Dieterich an der Geige unterstützt.

Aktuell sind Billy Rückwärts auf Tour mit ihrem aktuellen Album "hübsch!", das von der Liedermacher-Legende Götz Widmann produziert und auf seinem Label Ahuga! veröffentlicht wurde.

http://billyrueckwaerts.de



Mo 01.07.13 |  Literarisches 

Lesung Süd: Inger-Maria Mahlke

Literarische Gesellschaft goes KOHI: LESUNG SÜD

Die Hölle des täglichen Lebens: „Rechnung offen“ von Inger-Maria Mahlke „Grandioser, gut gekühlter Gesellschaftsroman” (ZEIT online)

Eine der bemerkenswertesten Neuerscheinungen des Frühjahres ist Rechnung offen von Inger-Maria Mahlke. Ohne Attitüde baut die Autorin ein eiskaltes Szenario inmitten Berlin-Neukölln auf und schildert anhand von Einzelschicksalen der Bewohner eines Mietshauses, deren Wege sich zufällig kreuzen, dass jeder in gewisser Weise eine „Rechnung offen“ hat: die Rentnerin Elsa, die Alleinerziehende Manuela, afrikanische Drogendealer, die übergewichtige Ebba, Tochter des Eigentümers, dem Psychologen Claas. Auch der wird bald in dieses Haus einziehen, nachdem seine Frau ihn aus der Charlottenburger Nobelwohnung hinausgeschmissen hat…

Die Berlinerin Inger-Maria Mahlke studierte Rechtswissenschaften an der FU Berlin und arbeitete an verschiedenen Projekten des Lehrstuhls für Kriminologie. Sie gewann 2012 den Ernst-Willner-Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt.

Eine Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft und der Stephanus-Buchhandlung.

Foto © Sibylle Baier



Sa 29.06.13 |  Musikalisches 

Fitzcarraldo (Post/Prog)

Der lang ersehnte Ersatztermin !

Fitzcarraldo wurde 2006 von Ulrich Kaindl, Jan Maier, Heiko Hümpnfer und Daniel Stenger gegründet. Bis dato können die Aschaffenburger zwei Longplayer und EPs sowie zahlreiche fulminante Gigs auf der Habenseite verbuchen. Ihr Sound befindet sich seit Beginn ihrer Laufbahn in einer konsequenten Weiterentwicklung. Kein Release klingt wie der andere und ihre Experimentierfreudigkeit gehört zweifelsohne zu den kreativen Stärken der Band, was von Kritikern und Fans gleichermaßen positiv honoriert wird. Doch das Plus ist gleichzeitig das Minus, denn gerade wegen ihrer Vielseitigkeit ist es schwierig Fitzcarraldo stilistisch dingfest zu machen und aus dem ewigen Geheimtipp-Status heraus zu heben. Instrumental Post-Rock, Shoegaze, Post-Hardcore, Doom, Stoner, Art Rock... jedes dieser Genre trifft genau so zu wie es dies wiederum auch nicht tut. Es liegt eben in der Natur der Mitglieder und deren musikalischen Background stets nach Veränderung und dem eigenen Weg abseits ausgetrampelter Pfade zu suchen. Zwanglos und intuitiv; es passiert weil es alle in der Band spüren. Während ihr Debüt HERBST (2007) mit ausladenden Spannungsbögen, üppigen Elektronikarrangements und brachialen Ausbrüchen ein durchgängiges Konzept verfolgte setzten Fitzcarraldo beim Nachfolger LASS SEIN WAS IST (2010) verstärkt auf einen rohen und wuchtigen Sound mit mächtigem Drumming und Gitarrenwänden. Dieser Sessions entsprang die atmosphärische HANSESTADT EP (2012), für welche sie erstmalig ihr Material zwecks Remixe aus der Hand gaben, sowie die OLDENBURG EP (2012), ihr bisher eigenwilligste und düsterste Output. Nachdem sie sich 2011 zu einer 5er Combo vergrößerten (Einsteig von Matthias Pistner an den Bass / Wechsel von Daniel Stenger an die dritte Gitarre) sind die Jungs zurück mit neuem Material, welches nach einjähriger Songwriting- und sechsmonatiger Produktionsphase komplett in Eigenregie aufgenommen und produziert wurde. Auf FITZ zieht es Fitzcarraldo nun etwas weg von den atmosphärische Soundgefielde und Spannungsbögen vergangener Tage. Die neuen Songs wirken klarer strukturiert, kompakt und kommen schneller auf den Punkt. Erstmals spielen Gesang und Songwriting eine wichtigere Rolle und der lang gehegte Traum von drei Gitarren wird für die Band nun zur lauten Realität. Trotz der neuen Features haben die Aschaffenburger ihr Gespür für große Melodien, wütende Gitarren, raffinierte Wendungen und ihre Liebe zum Detail nicht verloren. Kurz gesagt: nie klangen Fitzcarraldo so direkt und lebendig wie 2012.

Mit ihrem aktuellen Release FITZ haben die Aschaffenburger den Reset-Button bis zum Anschlag gedrückt und reduzieren sich auf das Wesentliche: Die Musik und die Menschen dahinter. In klassischer DIY Manier wurde die komplette Produktion der Platte von Fitzcarraldo übernommen. Angefangen vom Recording und Mixing über den handgefertigten Entwurf des Plattencovers bis hin zu den Making-Of-Fotos für das mehrseitige Booklet sowie Promo und Vertrieb. FITZ erscheint auf Vinyl in einer gnadenlos limitierten Auflage von 100 handnummerierten Exemplaren sowie als MP3-Download. FITZCARRALDO hat im In- und Ausland über 100 Gigs gespielt und bereits die Bühne u. a. mit MY SLEEPING KARMA, SINEW, OMEGA MASSIF, DATURAH, BARRA HEAD, DAMPFMASCHINE, VIC DU MONTE PERSONA http://wirsindfitzcarraldo.bandcamp.com/



Fr 28.06.13 |  Literarisches 

Poetry Slam

Du schreibst? Und die Welt soll aus Deinem Munde davon erfahren? Dann mach mit beim „poetischen Ringkampf“ im KOHI. Wenn Du ganz sicher sein willst, dass Du drankommst, melde Dich schon im Vorfeld an.

poetryslam@kohi.de

Du kannst dich auch direkt abends in der offenen Liste eintragen und auf Auslosung hoffen ! Einlass ab 20 Uhr

letzte Anmeldung vor 20:30 Uhr



Sa 22.06.13 |  Musikalisches 

Schneider und das Mufforchester

Manchmal macht der Zufall die beste Musik …

… zum Beispiel diesen jazzigen und bisweilen auch trashigen Chanson-Pop: mitreißend unverbrauchte Melodien, brillant gesetzte und nicht selten gegen den Strich gebürstete Arrangements, die vor rauer Lebendigkeit nur so strotzen. Diese Musik, dieser Sound und vor allem diese Performance sind erfrischend anders. Gewachsen jenseits aller Vorbilder. Freigeistig, eigenständig, sperrig, witzig, muffig, unperfekt richtig und vor allem richtig unterhaltsam. Das alles ist schneider & das mufforchester aus Karlsruhe. Jedes Konzert ein Unikat des kreativen Wahnsinns. In ihren Songs verhandeln sie nicht weniger als die großen Fragen unserer Zeit: „Kacken Intellektuelle wirklich anders?“, „Lassen sich die Spätfolgen von übermäßigem Alkoholgenuss durch logopädische Übungen mildern?“, „Was sagt uns die Crema eines guten Espresso über italienische Frauen?“ und nicht zuletzt: „Darf man angeheiratete Familienangehörige essen?“ All diesen Fragen wird genüsslich nachgegangen, in bisweilen absurd wohlgesetzten Worten und mit einer Musik, die alle Genre-Etiketten über den Haufen wirft; die Chanson, Pop, Folk, Latin und Jazz respektlos mischt und doch nur eines ist: nämlich verdammt gut. Dabei soll nicht verschwiegen werden, dass die Bandgeschichte auf einer Verkettung unglücklicher Umstände basiert. Ein junger, vielfach ausgezeichneter Komponist der Neuen Musik, der bislang eher mit modernen Opern und Ballettmusik in Erscheinung getreten ist, trifft einen Romanautor, dessen Sprache die F.A.Z. unlängst mit jener des großen Nabokov verglichen hat. Beides echte Künstler: Wehleidig, unverstanden und irgendwie immer an der Grenze zum Größenwahn unterwegs, der dann freilich gerne in kreativer Kleingeistigkeit versandet, woran aber immer die anderen schuld sind. Jedenfalls klagt der Komponist, Stephan Marc Schneider, dem Romancier, Volker Doberstein, sein Leid: Er würde gerne ein Programm mit eigenen französischen Chansons schreiben (mit seiner Band Baba Pastis spielte er damals bereits die Klassiker von Brel oder Brassens nach), sei aber insbesondere mit der Themenwahl der beauftragten Textdichter unzufrieden.Da bot ihm der Autor an, Geschichten bzw. Liedtexte auf Deutsch zu entwickeln, um sie dann ins Französische übertragen zu lassen. Die entstandenen Original-Texte jedoch befand Komponist Schneider für so gut, dass das Projekt kurzerhand in ein deutsches Chanson-Projekt umgewandelt wurde. Der Textdichter fand diese Wendung zwar nicht okay, was dem Komponisten aber egal war. Und Freundschaften gibt es eh nicht unter Künstlern. Zumal wenn sie für unterschiedliche und dummerweise traditionell verfeindete Fußball-Clubs schwärmen.



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