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Sie fallen dir auf, weil sie so leicht sind, die
Mahalaxmi Sweets,
als würden sie sofort wieder weggeweht werden, flüchtig
dem Hauch gehörend, wie sie da bedienen im Dach-Restaurant,
die schönen Zwillingsschwestern. Tänzelnd
hüpfen sie wie Ballerinas,
die keinen Boden unter den Füßen haben. Ein schwebender Singsang zwischen Lippen und Luft legt sich wie eine Aura um sie herum.
Treppauf treppab seilen sie sich wie kleine Spinnchen hinweg, diese Nymphchen, Zwischenwesen aus Mädchen und Frau,
deren dunkle Augen dir wie Kakao in deinen eigenen Augen vergehen.
Sie fallen dir auf, weil sie so leicht sind
und weil du sämtliche Wörter,
die dir für diesen Zustand einfallen, bei ihnen schon aufgebraucht hast.
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Die Kinder gingen neben uns her und sie stürmten in Scharen auf uns ein, sie rissen uns die Kekse und die chinesischen Postkarten aus den Händen und öffneten ihre Hände von Neuem, und sie packten unsere Arme und zogen an unseren Kleidern und sie wisperten mit ihren hohen dünnen Stimmchen. Wir hatten eine ganze Schar von diesen kleinen dunklen Kletten an uns hängen und ein Mädchen hielt uns immer wieder seinen Armstumpf vor die Augen. Ein anderes trug ein schlafendes Kleinkind auf dem Arm wie eine zottelige
Filzhaarpuppe. Wie eine seltsame Prozession: so wanderten wir
durch die Straßen von Bombay.
Die Kinder gingen neben uns her, und hinter jedem dieser Gesichtchen
standen Geschichten geschrieben, aber keins erzählte uns davon.
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Einer, der Flöten verkauft und sie auf dem Kopf trägt,
zusammengesteckt wie einen hölzernen Palmwedel,
durch den ein heißer Luftzug schleicht.
Eine monotone Melodie spielt er, während auf der Straßenseite
gegenüber eine Frau in erdfarbenem Gewand mit einem Kind
auf dem Arm eine Trommel schlägt.
So ergibt sich minutenlang
eine gemeinsame Musik:
Zwei sich zufällig treffende Solisten vor einem Orchester
aus Stimmen, Krähenvögeln, Hupen und heulenden Motoren.
Dahinter die Kulisse von Hügeln im Dunst der Abendstunden
und tief unten: die flimmernde Stadt.
Alle Rechte für Fotos und Texte beim Urheber. © Martin Schmitt
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Martin Schmitt: 

